29°

Dienstag, 25.06.2019

|

Neuverschuldung ist in Auerbach unvermeidbar

Haushalt der Stadt umfasst 28 Millionen Euro - Stadt muss vier Millionen Euro aufnehmen - 23.05.2019 10:12 Uhr

Rund eine Million Euro sind noch für das Rathaus fällig. 650 000 Euro für die Sanierung und 350 000 Euro für die Möblierung und die medientechnische Ausstattung. © Foto: Klaus Trenz


Bierl redet in seinem Haushaltsfazit dem Stadtrat aber auch ins Gewissen. Für die nächsten Finanzplanungsjahre werde es unvermeidlich sein, mit weiteren Projekten auf die Bremse zu treten. Der Kämmerer hätte am liebsten eine Beschränkung auf die gemeindlichen Pflichtaufgaben, um eine weitere Neuverschuldung zu vermeiden. Er machte aber auch noch deutlich, dass eine Finanzierbarkeit der künftigen Investitionen in hohem Maß von der weiteren Entwicklung der Gewerbesteuer abhängen werde.

Die größeren Investitionen des Jahres in einer Übersicht: Die 3,5 Millionen Euro, die die Rathaussanierung kostet, sind finanztechnisch auf mehrere Jahre verteilt. In diesem Jahr laufen nochmals 650 000 Euro auf. Weitere 350 000 Euro sind für die Beschaffung der Möbel und die Ausstattung mit Medientechnik eingeplant.

Neue Waschanlage

Mit 60.000 Euro sind Investitionen für die Feuerwehr geplant. Beschafft werden eine Waschanlage zur Schlauchreinigung, ein Zutrittskontrollsystem für das Gerätehaus in Auerbach und Rückflussverhinderer für alle Ortswehren. Mit 30.000 Euro ist die Beschaffung weiter Buswartehäuschen vorgesehen.

Für die Generalsanierung des Städtischen Kindergartens liegt die Schlussrechnung in Höhe von 80.000 Euro vor. Die Reparatur des Hubbodens im Hallenbad hat rund 30.000 Euro gekostet. Die Sanierung der Filteranlage im Freibad ist mit 65.000 Euro veranschlagt.

Mit verschiedenen Posten schlägt sich rein haushaltstechnisch das Gewerbegebiet Saaß nieder. Die Erschließungsstraße als solche ist mit 1,8 Millionen Euro veranschlagt. Das ist der größte Einzelposten in diesem Jahr im Investitionsbereich. Insgesamt steht dafür eine Summe von 2,3 Millionen Euro zu Buche. Mit knapp 320.000 Euro kommt der Neubau der Gemeindeverbindungsstraße nach Saaß hinzu. Ein Extraposten ist die Kanalisation im entstehenden Gewerbegebiet. Sie ist mit Kosten in Höhe von gut 900.000 Euro veranschlagt. Zusätzlich notwendig ist im Zuge der Erschließung der Bau eines Regenrückhaltebeckens. Dieses kostet rund 650.000 Euro. Und schließlich schlägt auch noch der Bau der Wasserleitung im Gewerbegebiet mit knapp 230.000 Euro zu Buche.

In einem desolaten Zustand befindet sich das dritte und letzte Teilstück der Gemeindeverbindungsstraße zwischen Gunzendorf und Penzenreuth. Bei den Investitionen sind 700.000 Euro dafür angesetzt.

Sanierung Friedhof

Weiter fortgeführt werden soll die Sanierung des Friedhofs. Von den geplanten Kosten in Höhe von rund 860.000 Euro werden heuer 350.000 Euro abgerufen beziehungsweise in den Haushalt eingestellt. Rund 70.000 Euro kostet die Stadt die Anschaffung eines neuen Laders für den Bauhof, weitere 90.000 Euro sind für eine Dacherneuerung auf einem der Betriebsgebäude des Bauhofs nötig. Mit einer Summe von 235.000 Euro soll in diesem Jahr der Breitbandausbau über den so genannten Höfebonus vorangetrieben werden. Für den Haushaltsabgleich ist ein Kredit über vier Millionen Euro nötig. 

MICHAEL GRÜNER

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Auerbach