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Dienstag, 15.10.2019

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Notfallplan für Leups: "Wunderbar, wie zusammengelangt wird"

Bei einer Lagebesprechung wurden Maßnahmen ergriffen, um die Löschwasser-versorgung sicherzustellen. - 28.07.2019 23:15 Uhr

Mit einem Maßnahmenbündel soll die Löschwasser-Versorgung in Leups sichergestellt werden. Die Bürger – nicht nur in der Ortschaft – sind indes aufgerufen, besonders umsichtig mit offenem Feuer und potenziellen Brandquellen zu sein. © Foto: Ralf Münch


Der Leupser Feuerwehrkommandant Thomas Funk, sein Stellvertreter Daniel Gradl, Kreisbrandrat (KBR) Hermann Schreck, Kreisbrandinspektor Stefan Steger, Kreisbrandmeister Daniel Failner und Bürgermeister Uwe Raab (SPD) berieten und ergriffen weitere Maßnahmen, um eine ausreichende Löschwasserversorgung zu gewährleisten, wie die Stadt mitteilt.

Schläuche aus Speichersdorf

Insbesondere gelte es, den Zeitraum bis zur Fertigstellung der Notwasserversorgung zu überbrücken. Zur Sicherstellung stets ausreichenden Brandbekämpfungsmöglichkeiten wurde schon vor Jahresfrist die Alarmstufe erhöht, sodass nun im Ernstfall auch die erforderliche Anzahl an wasserführenden Fahrzeugen alarmiert und in Bewegung gesetzt werden kann und ausreichend Schlauchmaterial zur Verfügung steht, um Löschwasser aus der Fichtenohe zu entnehmen.

Die Trockauer Wehr holte bereits zur Verfügung stehende Schläuche aus Speichersdorf zum sofortigen Einsatz nach Leups. "Dem Speichersdorfer Bürgermeisterkollegen, Manfred Porsch (Unabhängige Bürgervertretung), und seiner Feuerwehr gilt unser Dank, für diese spontane Unterstützung", ließ Raab wissen. Der Pegelstand der Fichtenohe werde regelmäßig geprüft, Entnahmen bei Übungen trainiert. Außerdem würden auf Leupser Privatanwesen vorhandene Gruben mit Löschwasser gefüllt, um stets gut verteilt Zugang zu einer Löschwasser-Reserve beziehungsweise für den Erstangriff in einem Brandfall zu haben. Die Pegnitzer Feuerwehr übernehme diese Füllaktion mittels großer Löschfahrzeuge. "Es ist wunderbar, zu sehen, wie hier auf höchst kameradschaftliche Weise zur Vorbeugung vor verheerenden Katastrophen zusammengelangt wird" wandte sich Raab an die Feuerwehren Pegnitz und Trockau sowie die Kreisfeuerwehrführung.

Alarmstufe Rot

Dennoch weist Raab gemeinsam mit KBR Schreck ausdrücklich darauf hin, dass insbesondere der Brandverhütung größte Aufmerksamkeit einzuräumen sei. Und das nicht nur in Leups. Jedes offene Feuer, Lagerfeuer, das Wegwerfen von brennenden Zigarettenkippen, und so weiter sei strikt zu unterlassen. Schon ein Funke oder eine weggeworfene Zigarettenkippe können Gras, Nadelstreu und am Boden liegende Zweige entzünden und einen folgenschweren Brand auslösen.

Zudem sollten keinesfalls auf leicht entzündbarem Untergrund geparkt werden. "Ebenso erbitten wir beim Grillen, höchste Vorsicht walten zu lassen und nur geeignete feuerfeste Behältnisse zu nutzen und zudem Löschwasser bereitzustellen", heißt es in der Mitteilung weiter.

"Der Löschwasser-Bereitstellung sollte nicht nur in Leups höchste Aufmerksamkeit gewidmet werden. Das gilt für jede Ortschaft", lautet der gemeinsame Appell von Schreck und Raab.

nn

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