Bildern

"Nur Mut": "TreppenhausKunst" eröffnet Ausstellung im Gesundheitszentrum

27.7.2021, 16:53 Uhr
Bürgermeister Wolfgang Nierhoff (von links) und Martin Wiesend vom Team TreppenhausKunst eröffneten am Sonntag, 25. Juli, die Ausstellung der Künstlerin Denisa Ruzickova (rechts).

Bürgermeister Wolfgang Nierhoff (von links) und Martin Wiesend vom Team TreppenhausKunst eröffneten am Sonntag, 25. Juli, die Ausstellung der Künstlerin Denisa Ruzickova (rechts). © Foto: Klaus Trenz

Die kurze Veranstaltung wurde von dem tschechischen Akustik-Folk-Duo "Sedmá z devítí" (Sieben von Neun) musikalisch begleitet.

Angst, etwas zu verpassen

Die Angst gehe momentan durch die Gesellschaft, sagt Martin Wiesend: "Die Angst, etwas nicht unternommen zu haben, Fehler gemacht oder etwas unterlassen zu haben." Das Team "TreppenhausKunst" mit ihm, Andrea Pfaucht und Susanne Töpfer, habe dies "so nicht stehen lassen wollen, denn Angst bekämpft man mit Mut".

Also zeigte man den Mut, trotz Corona-Pandemie eine Vernissage anzusetzen, was auch in diesem kleinen Rahmen mit rund 20 Gästen wohl nur im Freien möglich beziehungsweise verantwortbar gewesen ist. Das trockene Wetter zeigte sich dabei als Verbündeter der "TreppenhausKunst". Man möchte auch weiterhin "der Kultur einen Raum geben und Menschen zusammenbringen".


Kunstformat "Treppenhauskunst" feiert fünfjähriges Bestehen


Der Mut sei es auch gewesen, die Wiesend mit der Künstlerin zusammengebracht hat, denn diese hat in Bayreuth eine Galerie aufgemacht. Sein Interesse habe Ruzickova vor allem deshalb geweckt, weil sie "auf der einen Seite etwas Lockeres hat, aber auf der anderen Seite, das was rauskommt, nicht immer leicht ist". Sie habe zwar einen lockeren Strich, mit dem sie aber viel ausdrücken könne.


„TreppenhausKunst“ soll das Pegnitzer Kulturleben bereichern


Die unter dem Künstlernamen D. Ruz arbeitende Künstlerin zeigt in der Ausstellung filigrane Zeichnungen und farbenprächtige Gemälde, die nicht selten durch Weglassungen die Fantasie anregen. Die Ausstellung präsentiert im Treppenhaus des Gesundheitszentrums und zu dessen Öffnungszeiten Werke aus den fünf Jahren von 2016 bis 2021 und gewährt den Besuchern Einblicke in unterschiedliche persönliche Schaffensperioden der Künstlerin.

Auf Taschen und Tassen

Darüber hinaus begeistert sich D. Ruz für Modedesign. So finden sich einige ihrer Bildmotive auch auf Taschen, Shirts oder Tassen wieder. Zu sehen sind die Bilder bis in den Herbst hinein.

Wiesend bedankte sich bei Bürgermeister Wolfgang Nierhoff (PEG) und dem städtischen Bauhof, der für die Absperrung der Veranstaltung auf dem Gehsteig der Hauptstraße gesorgt hatte. Nierhoff erklärte, dass er es spannend finde, was das Team "TreppenhausKunst" auf die Beine stellt. Die Unterstützung der Veranstaltung sei deshalb "kein Thema" gewesen. Nierhoff betonte: "Wir dürfen uns von der Angst nicht runterziehen lassen."

Keine Kommentare