Donnerstag, 21.11.2019

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"Ohne Hauen und Stechen"

Die SPD nominierte einstimmig ihre Kandidaten für den Kreistag Amberg-Sulzbach. - 28.10.2019 12:55 Uhr

Das sind die SPD-Kandidaten für den Kreistag Amberg-Sulzbach bei der Kommunalwahl 2020. Nach Vorstellung der Partei sollen sie dort 20 Sitze erobern. Derzeit haben die Genossen 14 Mandate in dem Gremium. © Gerd Spies


"Es ist uns gelungen, dem Wähler eine Liste zu präsentieren, bei der alle Städte und Gemeinden vertreten sind", betonte Uwe Bergmann, der Kreisvorsitzende der SPD, bei der Begrüßung. Der Kreisvorstand habe, so Bergmann, alle Vorschläge aus den Ortsverbänden umgesetzt. Besonders stolz zeigte sich Bergmann, dass die Liste "ohne Hauen und Stechen" erstellt werden konnte.

20 Sitze im Kreistag, dieses Ziel gab Winfried Franz, der SPD-Fraktionsvorsitzende im Kreistag, für die nächste Legislaturperiode aus. 14 Mandate besitzt die SPD-Fraktion dort derzeit. Franz sprach bei seinem Rechenschaftsbericht von einer erfolgreichen Bilanz seiner Fraktion im Kreistag in den vergangenen fünfeinhalb Jahren.

Erhalt der örtlichen Krankenhäuser

Als Beispiele nannte er die Erstellung einer Prioritätenliste bei der Sanierung des Kreisstraßennetzes, die die SPD auf den Weg gebracht habe. Auch sei die Einrichtung eines sogenannten Runden Tisches, der sich mit dem ÖPNV und seinen Aufgaben in Zukunft beschäftigt, auf die Initiative der SPD-Fraktion im Kreistag zurückzuführen. Absolutes Schwerpunktthema ist und bleibt aber aus Sicht des Fraktionsvorsitzenden für die SPD aber der Erhalt des Kommunalunternehmens "Krankenhäuser" im Landkreis. Seine Fraktion stehe eindeutig hinter dem Entschluss, die Unabhängigkeit der beiden Kliniken in Sulzbach-Rosenberg und Auerbach zu sichern.

Die konkrete Ausgestaltung zukunftsorientierter Themen wie sozialer Zusammenhalt, ausgewogenes Verhältnis zwischen Flächenverbrauch und Klimaschutz, Investitionen in Bildung und Infrastruktur sieht Franz als wichtige Aufgaben in den kommenden Jahren an.

Mut machte den Genossen in seinem Grußwort Ismail Ertug, SPD-Abgeordneter im Europäischen Parlament. "Die Sozialdemokraten sind noch am Leben! Wir haben überhaupt keinen Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Wir sind nach wie vor nah am Menschen. Das wird auch der Bürger bei der nächsten Wahl anerkennen", sagte Ertug. Der Europa-Politiker kandidiert selbst auf dem 40. Listenplatz im Landkreis.

Michael Rischke, SPD-Landratskandidat aus Ursensollen, führt auf Position eins diese Liste an. Er tritt zum zweiten Mal gegen Landrat Richard Reisinger (CSU) an. Der Genosse geht optimistisch in den Wahlkampf und sieht das Ziel von 20 Mandaten im Kreistag durchaus als realistisch an. Hinter Rischke kandidiert die stellvertretende Landrätin und Bürgermeisterin der Gemeinde Birgland, Brigitte Bachmann, auf Platz zwei. Kreisvorsitzender Bergmann, der sich zudem ums Bürgermeisteramt der Stadt Schnaittenbach bewerben wird, steht an dritter Stelle der Kreistagsliste.

Neben Ismail Ertug ist mit Reinhold Strobl (Position 19) ein weiter Politiker mit Parlaments-Erfahrung auf der Liste vertreten. Insgesamt stehen 17 Frauen und 43 Männer auf der Liste. "Andere reden von der Frauenquote, wir haben sie schon längst", sagte Bergmann in Anspielung auf die CSU und ihren jüngsten Parteitag.

Mischung von Jung und Alt

Bis Platz 34 wechseln sich regelmäßig ein männlicher und ein weiblicher Kandidat ab. Mit Stolz wies Bergmann darauf hin, dass es gelungen sei, den gesamten Landkreis flächendeckend abzudecken und eine Mischung aus Jung und Alt zu erzielen.

Unter der Regie von Bezirksrat Richard Gaßner stimmten fünf Delegierte in einer Sammelabstimmung über den Vorschlag ab. Es sei ein positives Signal für die SPD im nahenden Wahlkampf, so Gaßner, dass die Liste einstimmig abgesegnet wurde.

1. Rischke Michael, Ursensollen; 2. Bachmann Brigitte, Birgland; 3. Bergmann Uwe, Schnaittenbach, 4. Geismann Hildegard, Sulzbach-Rosenberg, 5. Göth Michael, Sulzbach-Rosenberg, 6. Leissner Angelie, Auerbach; 15. Cermak Günther, Auerbach; 23. Danninger Peter, Auerbach; 36. Müller Felix, Auerbach; 42. Iwanek Joachim, Hirschbach; 44. Rass Peter, Auerbach; 51. Popp Franz, Auerbach; 55. Gradl Norbert, Auerbach.

 

GERD SPIES

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