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Ökologie und Ökonomie im Einklang

Bei der Verabschiedung der Absolventen des Bildungsprogramms Landwirtschaft gab es auch kritische Worte. - 02.08.2019 21:30 Uhr

Die erfolgreichen Absolventen des Bayreuther Bila-Jahrgangs stellten sich zusammen mit den Verantwortlichen und Semesterleiter Friedrich Asen (rechts) zum Gruppenfoto. © Foto: Stephan Herbert Fuchs


Die Ausbildung richtet sich beispielsweise an Seiteneinsteiger, mitarbeitende Familienangehörige oder Mitarbeiter landwirtschaftlicher (Lohn)-Unternehmen. Die Seminarangebote umfassen verschiedene Themenbereiche, etwa Pflanzenbau, Tierproduktion, Betriebswirtschaft, Waldbau oder ökologischer Landbau.

Landwirt zu sein bedeute zurzeit sehr viel Mut zu haben. Sowohl, was die Witterung angeht, als auch, was die mediale Kritik betrifft, sagte Klaus Meier-Harnecker, Bereichsleiter am Landwirtschaftsamt in Bayreuth. Man müsse schon einiges aushalten und ein dickes Fell haben. Die Absolventen hätten dies, schon allein deshalb, weil sie zwei Jahre lang zwei Abende pro Woche für jeweils drei Stunden freiwillig die Schulbank gedrückt und am Ende schriftliche und praktische Prüfung erfolgreich abgelegt haben.

Beängstigende Zahlen

"Sie alle sorgen dafür, dass es weitergeht", so die stellvertretende Bayreuther Landrätin Christa Reinert-Heinz. Der Landkreis brauche seine Landwirte, zum einen, weil sie gesunde Nahrungsmittel erzeugen, zum anderen, weil sie die Kulturlandschaft pflegen. "Damit bringen sie Ökologie und Ökonomie in Einklang", so Reinert-Heinz. Die Zahlen seien allerdings beängstigend: So sei die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe in den letzten 30 Jahren von rund 4000 auf mittlerweile 1700 zurückgegangen.

Von der Konzeption her sei die Bila-Ausbildung für Nebenerwerbslandwirte gedacht, sagte Semesterleiter Friedrich Asen. Trotzdem wollten einige der Absolventen aber im Haupterwerb weitermachen. Dies sei ohne weiteres möglich, denn die Absolventen müssten schließlich das gleiche können wie angehende Junglandwirte. Rudi Steuer, Vorsitzender des landwirtschaftlichen Meisterverbandes VLM, nannte die Absolventen wichtige Bindeglieder zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft, denn schließlich hätten alle schon einen anderen Beruf erfolgreiche ausgeübt und seien bereits mitten im Leben angekommen.

Elf der 16 Absolventen stammen aus dem Landkreis Bayreuth, zwei aus dem Nürnberger Land und jeweils ein Teilnehmer kommt aus den Landkreisen Hof, Kronach und Kulmbach. Klassenbeste sind Simon Böhner (Großviechtach) und Florian Neuner (Stechendorf). Die übrigen erfolgreichen Absolventen sind: Klaus Gerstacker (Weiher), Johannes Hofmann (Rackersberg), Tobias Hofmann (Mandlau), Markus Lochner (Braunersberg), Stefan Lodes (Brünnberg), Jonathan Rabenstein (Zips), Larissa Rödel (Oberhartmannsreuth), Daniel Rühr (Körzendorf), Dominik Scherm (Eckartsreuth), Andreas Schoberth (Pulst), Tina Wunder (Strahlenfels), Matthias Wunder (Hetzendorf), Lukas Zeltner (Schnaittach) und Andreas Ziegler (Eichenstruth). 

STEPHAN HERBERT FUCHS

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