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Samstag, 20.04.2019

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Organist bleibt seiner Heimat Oberailsfeld treu

Seit 25 Jahren spielt Michael Forster in St. Burkard, obwohl er inzwischen Professor ist - 14.04.2019 21:02 Uhr

In der Pfarrkirche St. Burkard fühlt sich Michael Forster daheim – obwohl er seit Oktober 2018 eine Professur für Elementare Musikpädagogik in Würzburg innehat.


"Vor 25 Jahren passierten allerhand Sachen, besonders in musikalischer Hinsicht: Die ,Backstreet Boys‘ wurden gegründet und ,Bon Jovi‘ hatte seine Glanztage", begann Peter Brendel, der neue Kirchenpfleger, seine Laudatio auf Forster. "Auch in unserer Pfarrgemeinde war das Jahr 1993 sehr wichtig, denn da spielte der 16-jährige Michael Forster das erste Mal die Orgel."

Als Organist und Chorleiter sei Forster stets für die Gemeinde im Einsatz gewesen, unterstrich Brendel und erklärte: "Wir möchten dir heute danken für dein musikalisches Können, dein stetiges Engagement und deine fröhliche Persönlichkeit. Doch besonders danken wir dir dafür, dass du unsere Gottesdienste durch deine Musik zu etwas Besonderem machst."

Brendel, sein Vorgänger Georg Engelhardt, Peter Dormann und Reinhold Heumann von der Kirchenverwaltung überreichten daraufhin zusammen mit Matthew Anyanwu an den Organisten die Urkunde des Bistums und überbrachten die Glückwünsche der Pfarrgemeinde.

Engelhardt hatte über 30 Jahre das Amt des Kirchenpflegers inne und ist jetzt im Ruhestand. Er sagte über Michael Forster: "Er war immer super zuverlässig und akkurat. Das Repertoire seiner Lieder ging quer durch alle Richtungen. Mit ,Leibe und Herz‘ ist unser Michael immer dabei".

Ein respektvoller, langer Applaus der Gottesdienstbesucher würdigte die Verdienste des Geehrten. Der 42-Jährige ist seinem Heimatort Pfaffenberg und seiner Pfarrgemeinde Oberailsfeld immer treu geblieben und kehrt dorthin regelmäßig zu seinen musikalischen Wurzeln zurück.

In der Pfarrkirche wurde Michael Forster einst getauft, hier ging er zur Kommunion und heiratete später. 1992 erhielt er Orgelunterricht beim Regionalkantor Georg Schäffner in Gößweinstein. Von 1994 bis 1996 erfolgte eine Ausbildung an der Berufsfachschule für Musik in Sulzbach-Rosenberg. Daran schloss Forster ein Studium der katholischen Kirchenmusik und Elementaren Musikpädagogik an der Hochschule für Musik in Nürnberg an.

Der verheiratete Vater zweier Töchter absolvierte darüber hinaus einen weiteren Universitätslehrgang am Orff-Institut der Universität Mozarteum in Salzburg. Von 2002 bis 2017 sammelte er zudem Erfahrungen an der Städtischen Musikschule Bamberg. Der bodenständige Forster war dort Mitglied im Leitungsteam.

Außerdem war der Pfaffenberger von 2006 bis 2018 als Akademischer Rat an der Musikhochschule Nürnberg tätig sowie von 2012 bis 2018 Lehrbeauftragter an der Otto-Friedrich-Universität in Bamberg. Seit Oktober 2018 hat der talentierte Organist nun eine Professur für Elementare Musikpädagogik an der Hochschule für Musik in Würzburg übernommen.

Nach seiner Ehrung dankte Michael Forster sichtlich gerührt der katholischen Kirchengemeinde und sagte: "Mit dieser schönen neuen Orgel freue ich mich auch auf die nächsten 25 Jahre."

  

VON ROSI THIEM

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