Donnerstag, 25.02.2021

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Ortsverbindung Kosbrunn – Büchenbach an einem Tag saniert

Erwin Eckstein aus Arzberg mit seiner Spezialfräse im Einsatz - 16.08.2014 11:06 Uhr

Erwin Eckstein ist mit seiner Spezialfräse in Oberfranken unterwegs. Jetzt sanierte er die Verbindung Kosbrunn—Büchenbach. Zuerst wird der Flickenteppich von Weg aufgefräst und mit hohem Druck wieder verdichtet.

15.08.2014 © Foto: Richard Reinl


In den vergangenen Jahren war bei solchen Problemfällen, die ungeteert sind, meist Flickschusterei angesagt. Die einfache Verbindung hoch über Kosbrunn hinüber nach Büchenbach kann als Vorzeigebeispiel dafür dienen. Löcher wurden immer wieder mehr schlecht als recht mit Schotter verfüllt, bei jedem stärkeren Regenguss wurde die Fahrbahn insbesondere an Steigungen ausgespült und wenn auf der Autobahn zufällig Fräsgut anfiel, wurde der Weg durch den Wald mitunter auch streckenweise „geteert“.

All das war nicht auf Dauer angelegt und so besann man sich jetzt eines ganz anderen Verfahrens, mit dem der Arzberger Erwin Eckstein in ganz Oberfranken unterwegs ist.

Weil die ungeteerte Straße von Büchenbach nach Kosbrunn so viele Schlaglöcher hatte, hat der tatkräftige Erwin Eckstein sie im Zusammenwirken mit dem Maschinenring auf einer Länge von 1,5 Kilometern mit einer speziellen Schotterfräse in Form gebracht. Sie hat jetzt ein Dachprofil, das den Regenablauf sehr begünstigt.

Mit dieser Fräse wird der Untergrund aufgerissen.

15.08.2014 © Reinl


Während sonst bei Straßenbauprojekten umfangreiches Gerät aufgefahren wird, braucht Eckstein, der Pegnitz als ehrenamtlicher THW-Helfer bestens kennt, nur seinen allerdings durchaus imposanten Traktor, an dem hinten eine Spezialfräse angebracht ist.

Damit fährt er ganz allein im Fußgängertempo mehrfach über die Schlaglochpiste und schürft diese zehn Zentimeter tief auf, um sie anschließend mit demselben Gerät so massiv zu verdichten, dass sie selbst schwerem landwirtschaftlichen Gerät standhält.

Stadt hilft mit

Während geflickte Pisten meist schnell wieder unter Regen und Schnee leiden – wobei die Schlaglöcher anschließend in der Regel größer sind als vorher –, hält sein Werk viele Jahre. Das wisse er aus seiner langjährigen Erfahrung, sagt Erwin Eckstein.

Trotzdem ging die Stadt Pegnitz auf Nummer sicher und walzte den Verbindungsweg auch noch abschließend. Erwin Eckstein meint: „Das wäre zwar nicht unbedingt nötig gewesen, es kann aber auch nichts schaden.“

Der Transportunternehmer, der sich auf diese Art des Wegebaus spezialisiert hat, kennt sich mit den verschiedenartigen Verkehrswegen aus, leistet er doch im Winter zudem mit schwerem Gerät Räumdienste in einem Wirkungskreis von rund 100 Kilometern am Rand des schneereichen Fichtelgebirges.

Passanten, die ihm bei der Arbeit zusahen, gab er bereitwillig und nicht ohne Stolz Auskunft über sein ungewöhnliches Verfahren und sein schweres Gefährt, mit dem er durch die Regionen fährt: „Eine effizientere und schnellere Art, einen maroden Schotterweg wieder in Form zu bringen, gibt es nicht.“

Im Alleingang hat er die 1,5 Kilometer lange Strecke zwischen den beiden Orten Büchenbach und Koosbrunn in gut einem Tag generalüberholt und damit einen Dienst an der und für die Gemeinschaft geleistet.

RICHARD REINL

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