Sonntag, 18.04.2021

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Partnerschaft mit Tansania ist ein Segen

Dekanatsmissionspfarrer Christoph Weißmann ist von der Verbindung sehr angetan - Viele Vorträge - 03.11.2020 22:19 Uhr

Beim Besuch in Mwanga/Tansania unterzeichnete Christoph Weißmann (r.) als Missionspfarrer im Dekanat Pegnitz die Partnerschaftserklärung.

02.11.2020 © Foto: Martina Weißmann


Schon die ersten Kontakte im Jahr 2018 seien sehr verheißungsvoll und positiv gewesen. Unter diesen guten Vorzeichen machte sich eine sechsköpfige Delegation im Februar vorigen Jahres auf eine längere Reise nach Mwanga. "Es waren kaum zu beschreibende, erfüllende und überwältigende Erlebnisse für alle Teilnehmenden: Eine grenzenlose Gastfreundlichkeit, die geschwisterliche Verbundenheit im Glauben, die Fröhlichkeit und Dankbarkeit der Menschen, herrliche Landschaft und Tierwelt, eine faszinierende Kultur und vieles mehr.

Vor allem aber war es die Erfahrung, in einem weit entfernten Land mit völlig unterschiedlicher Lebensweise mit Schwestern und Brüdern im Glauben verbunden zu sein – als wären wir schon immer wie eine Familie!", ist der Plecher Pfarrer noch heute begeistert. Die Gruppe hatte die Möglichkeit, fast alle damals 25 Gemeinden in der Diözese zu besuchen und in ihrer Verschiedenheit zu erleben: Von den als Kleinbauern lebenden Menschen in den Pare-Bergen über die Gemeinden in Dörfern und Städten bis hin zu den noch sehr traditionell als Wanderhirten in der Steppe lebenden Maasai. Es habe viele, viele Begegnungen gegeben, es wurden Kontakte geknüpft, Gottesdienste gefeiert und die vorab ausgearbeitete Partnerschaftserklärung unterzeichnet.

Mission bedeutet für Weißmann die Teilhabe am Wirken von Gottes Liebe in dieser Welt. Hauptziele der Partnerschaft sollen daher unter anderem das geistliche Miteinander, enge Freundschaft und Verbundenheit im Glauben und "voneinander Lernen" auf Augenhöhe sein. Gemäß dieser Ziele sei die Partnerschaft bislang erlebt und mit Leben gefüllt worden. Die Finanzen stehen dabei für beide Seiten nicht im Vordergrund, betont Christoph Weißmann.

Dennoch waren die Oberfranken froh, dass im Rahmen einer Reise zwei Motorräder für entlegene Teile der Diözese und für die Pfarrerinnen und Pfarrer und Evangelisten der ärmeren Teilregion übergeben werden konnten. "Kaum zu beschreiben, welche Dankbarkeit wir erlebten!" Erlebnisse wie dieses haben Augen dafür geöffnet, wie unglaublich reich die Christen in Deutschland an materiellen Dingen sind, "und wie wenig dankbar oft dafür."

Nach der Rückkehr waren Weißmann und die anderen Teilnehmer im Dekanat unterwegs und berichteten in vielen Vorträgen von der Reise nach Mwanga. "Und wir können sagen, das Feuer ist übergesprungen." Im Herbst 2019 waren Bischof Chediel Sendoro und Sekretär Ananias Barikieli für ein paar Tage im Dekanat Pegnitz. Es wurden gemeinsam das Dekanatsmissionsfest und ein schöner Gottesdienst in Plech gefeiert.

"Wir sind sehr, sehr froh, von unseren Geschwistern wirklich lernen zu können: Fröhlichkeit und Dankbarkeit, eine tiefe Verwurzelung im und eine selbstverständliche Durchdringung des Alltags durch den Glauben." Er stehe regelmäßig mit den Freunden in Tansania in Kontakt. Voraussichtlich im Frühsommer erwartet das Dekanat Pegnitz den Gegenbesuch einer sechsköpfigen Gruppe aus Mwanga. "Wir sind freudig gespannt", sagt Christoph Weißmann.

BRIGITTE GRÜNER

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