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Patenboot startet früher als erwartet

„Auerbach/Opf.“ verlässt bereits am kommenden Montag den Kieler Heimathafen - 15.01.2015 18:23 Uhr

Das Hohlstablenk-Boot „Auerbach/Opf.“ in schwerer See. Bald wird es wieder für einen Nato-Einsatz ausrücken. © Foto: Ann-Kathrin Fischer/Marine


Am Montag, 19. Januar, um 10 Uhr ist es so weit: Dann wird das Hohlstablenkboot „Auerbach/Oberpfalz“ seinen Heimathafen Kiel verlassen und in Richtung Nordsee aufbrechen. Das Boot gehört zum fünften Minensuchgeschwader und wird sich für das erste Halbjahr 2015 am Ständigen Minenabwehrverband der Nato („Standing Nato Mine Counter Measures Group 1“) beteiligen.

Unter dem Kommando von Korvettenkapitän Thorsten Pötsch (35) wird sich das Boot mit seiner 45-köpfigen Besatzung am Donnerstag, 22. Januar, im niederländischen Den Helder dem Nato-Verband anschließen. Phasenweise wird das Boot auch zwei bis drei Hohlstäbe, fernlenkbare Minenräumdrohnen vom Typ „Seehund“, mit sich führen.

Niederländische Führung

Am selben Tag wird der Verband unter niederländische Führung gestellt, die den Tender „Donau“ als Flaggschiff nutzt. Gemeinsam mit zunächst je einem britischen und einem belgischen Minenjagdboot werden die beiden deutschen Marineeinheiten bereits Ende Januar nach Kiel zurückkehren, um eine zweiwöchige Trainingsphase am Einsatzausbildungszentrum Schadensabwehr in Neustadt (Schleswig-Holstein) zu durchlaufen.

Nachfolgend werden sich Minenabwehreinheiten aus Norwegen, Polen, Litauen, Frankreich und den Niederlanden dem Verband anschließen. Neben mehreren Minenabwehrmanövern stehen für den Minenabwehrverband auch die Teilnahmen am Nato-Manöver „Joint Warrior“ in der Irischen See sowie am „US Baltops“ in der Ostsee auf dem Programm.

Für die Crew der „Auerbach/Oberpfalz“ wird mit dem Einlaufen des Nato-Verbandes in Kiel zur Kieler Woche der Einsatz Ende Juni 2015 wieder beendet sein.

Die „Standing Nato Groups“ sind die ständigen, multinationalen maritimen Reaktionsverbände, die sicherstellen, dass die Nato schnell und flexibel agieren kann. Insgesamt unterhält die Nato vier von diesen Marineverbänden.

Die Flottenverbände nehmen jährlich an verschiedenen nationalen und internationalen Übungen teil. Sie besuchen verschiedene Häfen. Dabei laufen sie auch Häfen von Nicht-Nato-Mitgliedsstaaten an.

Zu den Aufgaben der Verbände gehören weltweit auch Embargooperationen, Search-and-Rescue-Operationen (Suche und Rettung), humanitäre Hilfseinsätze sowie Katastrophen- und Anti-Terror-Einsätze.  

nn

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