Pegnitz: Andreas Hein übernimmt Dirigentenstab

Den Schwerpunkt bei ihren Konzerten wird das KSB-Werksorchester weiterhin auf konzertale Blasmusik legen. Ihren Leiter haben die Musiker allerdings gewechselt ...

Den Schwerpunkt bei ihren Konzerten wird das KSB-Werksorchester weiterhin auf konzertale Blasmusik legen. Ihren Leiter haben die Musiker allerdings gewechselt ... © Brigitte Grüner

Natürlich ist Andreas Hein vor jedem Auftritt nervös. Er findet das nicht unangenehm. „Es muss so sein, es macht wach“, sagt der 42-Jährige. Nun hat Hein einige weitere Gelegenheiten, um nervös zu werden: Er überzeugte die anwesenden Mitglieder des 30 Musiker starken KSB-Werksorchesters bei einer Probe.

... es ist der 42-jährige Andreas Hein aus Nemmersdorf.

... es ist der 42-jährige Andreas Hein aus Nemmersdorf. © nn

Zirka eine halbe Stunde hatte der Nemmersdorfer Zeit, sich als Dirigent vorzustellen und Stücke anspielen zu lassen. „Er hat uns überzeugt. Das Gesamtpaket stimmt einfach“, sagt Manuela Zitzmann, die zusammen mit Daniel Wallner dem Werksorchester vorsteht.

Aufmerksam auf den IT-Spezialisten mit Firma in Bad Berneck wurden die Musiker durch ihren nun ehemaligen Leiter Klaus Hammer. 24 Jahre lang hatte er die Kapelle dirigiert — bis er Ende Juli seinen Rücktritt verkündete. Hammer leidet unter einem Tinnitus, es ist schon der zweite.

Der ehemalige Dirigent kennt die musikalischen Qualitäten seines Nachfolgers gut: Sie gehören beide dem Bayreuther Blechbläserquintett „TerzoBass“ an.

Man darf aber davon ausgehen, dass auch Heins Vita die Werkskapelle hellhörig werden ließ: Seine musikalische Laufbahn startete er mit einer klassischen Trompetenausbildung an der Musikschule Bayreuth, die er als Bundessieger bei „Jugend musiziert“ in einem Trompetenquartett krönte. Seitdem spielte Hein in verschiedenen Bands wie BavarianBrass, in der Big-Band „Swing Pink“ und der Universitäts-Band Bayreuth.

Orchestererfahrung sammelte Hein unter anderem beim „Lukas-Consort“, beim Nordbayerischen Jugendblasorchester und beim Deutsch-Französischen Musikforum. Neben der Ausbildung von Musikschülern wirkte er bei diversen Theaterprojekten und Kirchenkonzerten mit. Nach Fortbildungen für Tuba sowie für Komposition und Orchesterleitung, gründete er das Jugendblasorchester Bad Berneck, mit dem er den Förderpreis „Arzberger Bergkristall“ und den Kulturpreis des Landkreises Bayreuth gewann.

Darüber hinaus rief Hein „TerzoBrass“ und das Kreisorchester des Landkreises Bayreuth ins Leben. Letzteres wird er weiterhin dirigieren, die Leitung des Jugendblasorchesters dagegen abgeben. Sein Debüt beim KSB-Werksorchester gibt Hein am 19. November anlässlich des Jahreskonzerts. Große Veränderungen wird es unter seiner Leitung nicht geben. Klaus Hammer legte den Mittelpunkt auf konzertale Blasmusik. So will es auch der Nachfolger machen. Geübt wird weiterhin einmal pro Woche, vor Auftritten auch am Wochenende.

Neben Hein war auch Michael Lindner aus Eckersdorf als neuer Dirigent beim Werksorchester im Rennen. Auch der Leiter der Waischenfelder Blasmusik bekam die Chance, die Musiker in einer Probe von seinem Können zu überzeugen. „Die Mehrheit unserer Mitglieder hat sich für Andreas Hein entschieden“, sagt Manuela Zitzmann, „aber beide Kandidaten wären würdige Dirigenten für uns gewesen.“

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