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Pegnitz: Hunde bitte nicht im Auto lassen

Auch Tieren macht die extreme Hitze zu schaffen - 26.07.2018 13:05 Uhr

Mopsfidel im kühlen Wasserbad. So hält Hund es aus. © Michael Matejka


Herr Windsheimer, wie wirkt sich die Hitze auf Hunde, Katzen und andere Haustiere aus?

Klaus Windsheimer: Wie beim Menschen: Das Herz-Kreislaufsystem wird stärker belastet. Aber bei den Tieren hält sich das in Grenzen. Haustiere haben da weniger Probleme als Wildtiere, weil sie ja betreut werden.

Welche Haustiere leiden besonders unter den hohen Temperaturen?

Windsheimer: Es gibt bestimmte Hunderassen, wie zum Beispiel Huskys, die ein dichteres Unterfell haben. Sie reagieren sehr empfindlich auf Hitze und sollten deshalb nicht übermäßig belastet werden. Man sollte sie nicht der prallen Sonne aussetzen und ihnen schattige Plätze anbieten. Dass Haustiere wegen extremer Hitze sterben, ist jedoch die absolute Ausnahme. Meistens haben solche Tiere vorher eine Grunderkrankung, die sie schwächt.

Worauf sollte geachtet werden, wenn man Tiere im Auto mitnimmt?

Windsheimer: Da gilt das gleiche wie bei Kindern: Möglichst mitnehmen und nicht im geparkten Auto lassen. Denn in der Sonne kann sich das Wageninnere binnen zehn Minuten auf über 40 Grad aufheizen. Der Körper eines Hundes überhitzt dann, zudem wird das Tier gestresst. Die Folgen können ein Hitzschlag oder Herz-Kreislaufversagen sein. Da es auch beim Fahren sehr warm wird, sollte man die Fenster öffnen oder die Klimaanlage einschalten. Man sollte auch ausreichend Trinkwasser dabei haben.

Wie verkraften die Stalltiere auf Bauernhöfen die Hitze?

Windsheimer: Im Normalfall kommen Kühe besser damit zurecht. Die Landwirte sollten Ventilatoren laufen lassen, Türen und Fenster öffnen und darauf achten, dass die Tiere genügend Wasser haben. Auch Kühlanlagen sind eine Alternative. Die Landwirte sind ja von sich aus daran interessiert, dass es ihren Tieren gutgeht. Schweine reagieren auf hohe Temperaturen empfindlicher, sie leiden unter Hitzestress und unter Herz-Kreislaufschwäche. Sie bekommen schnell Probleme.

 

Interview: HANS-J. SCHAUER

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