Pegnitz: Spielplatz-Sanierung als Zukunfts-Investition

30.8.2017, 09:58 Uhr
Der Spielplatz am Wiesweiherpark wird stark frequentiert, weil er den Wünschen von Kindern und Eltern weitgehend entspricht. Kleine Verbesserungen sind aber auch hier geplant.

© Sonny Adam Der Spielplatz am Wiesweiherpark wird stark frequentiert, weil er den Wünschen von Kindern und Eltern weitgehend entspricht. Kleine Verbesserungen sind aber auch hier geplant.

Es ist herrliches Sommerwetter. Ideal, um draußen zu spielen, um zu toben. Doch kein einziges Kind rutscht auf der Rutsche mit dem charakteristischen Hexenhut herunter, niemand klettert auf dem Hexenbesen-Gerüst, wippt oder spielt im Sand. Dabei liegt der Spielplatz an der Cranachstraße, der für Kinder bis 14 Jahre gedacht ist, ideal: Bis zu den neugebauten Häusern im Baugebiet sind es nur wenige Meter. Es ist zu heiß, viele Familien sind noch im Urlaub, erklären sich die Anwohner das Phänomen. Und für die Daheimgebliebenen ist das Freibad eine willkommene Alternative.

Der Pegnitzer Bürgermeister Uwe Raab verspricht, dass dieser Spielplatz bald saniert wird. 32 000 Euro sind im städtischen Haushalt für diese Maßnahme eingeplant. "Darin beinhaltet ist eine komplette Neuanschaffung der Spielgeräte sowie der Bau eines Zaunes. Sobald es der Arbeitsablaufplan des städtischen Bauhofs ermöglicht, wird mit der Erneuerung begonnen", sagt Raab und ist zuversichtlich, dass dies noch in diesem Jahr passieren wird.

Um den städtischen Haushalt zu entlasten, wurde der Spielplatz bei der sogenannten Fanta-Aktion zur Sanierung gemeldet. Ein bekannter Getränkehersteller arbeitet mit dem Deutschen Kinderhilfswerk zusammen und stellt Fördergelder von bis zu 10 000 Euro für die Sanierung von Spielplätzen. 150 Spielplätze bekommen Fördergelder im Gesamtwert von 198 500 Euro. Für die Sanierung des Spielplatzes an der Cranachstraße stimmten nur 527 Menschen, damit landete der Spielplatz auf Platz 224. Insgesamt 402 Spielplätze wurden bei der Initiative gemeldet.

Eltern und Kinder finden den Spielplatz am Wiesweiher richtig gut.

Eltern und Kinder finden den Spielplatz am Wiesweiher richtig gut. © Sonny Adam

Unter den Erstplatzierten fanden sich drei Spielplätze aus Sinn in Hessen. "Leider hat das Voting nicht geklappt, aber es war in jedem Fall einen Versuch wert und ich bedanke mich bei allen Pegnitzern, die ihre Stimme für den Spielplatz in der Cranachstraße abgegeben haben", so der Bürgermeister. Raab ist zuversichtlich, dass der Spielplatz an der Cranachstraße eine "echte Attraktion" wird. "Die Spielplätze im Stadtgebiet sind in einem hervorragenden Zustand und bestens ausgestattet. Dies zeigen uns Rückmeldungen von Eltern mit Kleinkindern. In den letzten Jahren kamen bei den Neuanschaffungen von Spielgeräten viele kreative Aspekte hinzu. Themenspielplätze wie in der Lohesiedlung, die den Bezug zum ehemaligen Bergwerk herstellen oder der Spielplatz in Körbeldorf, dessen Turm an den Aussichtsturm am Kleinen Kulm erinnern soll, erfreuen sich größter Beliebtheit", zieht Raab eine positive Bilanz.

26 Spielplätze gibt es in und um Pegnitz. "Investiert wird laufend", so der Bürgermeister. Einer der am besten frequentierten ist der Spielplatz im Wiesweiherpark. Dorthin kommen nicht nur Anwohner. "Auch für den Spielplatz im Wiesweiherpark sind noch kleinere Maßnahmen vorgesehen", so Raab.

Teresa (10), Antonia (13) und Luisa Dümler (7) sind mit ihrem Vater eigens aus Troschenreuth zum Spielplatz am Wiesweiherweg gekommen. "Mir macht dieses Reifenkarussell richtig Spaß. Das dreht sich so toll", sagt Antonia (13). "Man kann hier wirklich viel machen. Die Kinder gehen auch in die Kneippanlage", äußert auch der Papa zufrieden.

Kleine Rutsche gewünscht

Der Spielplatz an der Cranachstraße wird auch ohne Fördergelder aus der Aktion eines Getränkeherstellers bald saniert. Er soll mit neuen Spielgeräten eine „echte Attraktion“ werden, verspricht Bürgermeister Uwe Raab.

Der Spielplatz an der Cranachstraße wird auch ohne Fördergelder aus der Aktion eines Getränkeherstellers bald saniert. Er soll mit neuen Spielgeräten eine „echte Attraktion“ werden, verspricht Bürgermeister Uwe Raab. © Sonny Adam

Nicole Loos ist mit ihren Kindern auf dem Spielplatz im Park. Jonas (3) erkundet die Klettergeräte. Sarah (1) spielt im Sand. "Der Spielplatz ist sehr gut, weil es einfach sehr viele Geräte gibt. Allerdings können die ganz Kleinen vieles noch nicht machen, Sarah spielt nur im Sand", sagt Nicole Loos. Sie würde sich eine kleine Rutsche wünschen. Der Spielbereich im Wiesweiherpark ist teilweise mit einem Sonnensegel überdacht. Auch das ein echtes Plus, finden die Eltern. Alexander Rolsing, der mit Tochter Alisa (2) gekommen ist, findet den Spielplatz freundlich, modern und gut. "Wir wohnen nur zehn Minuten weg und hier ist immer was los", sagt der Papa. Und Alisa klettert unterdessen ganz allein auf die große Rutsche und hat richtig Spaß.

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