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Pegnitz: Thaiboxen in der Tiefgarage

Bei der Kampfsportschule Fightsports versucht man, die Sportler bei Laune zu halten - 12.03.2021 16:48 Uhr

Tiefgarage als Trainingsplatz: Notgedrungen hat sich Kampfsport-Trainer Tobias Potzler ein Ausweichquartier für sein Einzeltraining gesucht.

12.03.2021


Fast genau 365 Tage Pandemie hat der Chef der Kampfsportschule Fightsports Pegnitz (FSP) nun hinter sich. Mit der Unterbrechung im Sommer stand die meiste Zeit bis heute (fast) alles still. Als es im März 2020 mit den Verordnungen zum ersten Lockdown begonnen hat, "ging es auch bei uns ziemlich schnell", so Potzler zu der Situation. "Wir mussten uns einfach fügen".

Das Studio mit seinen Räumen für Kick- und Thaiboxen, Boxen sowie Freefight in Pegnitz musste geschlossen werden. "Natürlich gab es einige Mitglieder, die nicht mehr zahlen wollten oder auch nicht mehr konnten", so der Kampfsportler.

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"Aber ich verstehe die Leute auch, die einfach kein Licht am Tunnel mehr gesehen haben." Trotzdem blieben viele Mitglieder dem FSP treu. Und darauf ist Tobias Potzler sehr stolz. Er hat aber auch einiges dafür getan, seine Sportler angerufen und ihnen Angebote in punkto Mitgliedsbeiträge gemacht und verspricht, dass er auch weiterhin versuche, das Bestmögliche aus der Situation zu machen.

Unter "Rechtfertigungszwang"

Nach dem ersten Stopp seiner Trainingseinheiten ging es wieder mit den Übungseinheiten weiter. "Wir haben ein Hygienekonzept erstellt, darunter fielen die Desinfektion der Geräte, das Führen einer Anwesenheitsliste und so weiter. Wir können zwar nichts dafür, dass die Situation so ist, wie sie ist, aber man merkt immer wieder, wie man sich vor seinen Mitgliedern rechtfertigt", sagt Potzler.

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Ein kleiner Lichtblick für Nürnbergs Fitness-Szene: Auf dem Parkplatz der McFit-Filiale in der Rothenburger Straße steht seit Montag das erste Outdoor-Fitnessstudio der Stadt. Hier kann jeder trainieren, ob Mitglied oder nicht nicht, und das rund um die Uhr. Einzige Bedingung: Nicht mehr als fünf Personen aus zwei Hausständen dürfen gleichzeitig an die Gewichte ran.


Nach den ersten Trainingsstunden im Studio "entstand" in der Tiefgarage unterhalb des Pegnitzer Eisstadions irgendwann eine Outdoor-Trainingsanlage. Dort konnte Potzler mit seinen Mitgliedern sehr gut trainieren: "Hier bieten sich die Trainingseinheiten an, weil man doch etwas geschützt ist, aber letztlich doch im Freien.".

Doch dann kam der zweite Lockdown und dieser bremste FSP erneut "von 100 auf Null". Potzler kann sich noch gut an das letzte Training erinnern: "Ein Mitglied hatte gerade wieder nach einer Verletzung begonnen zu trainieren – und nach einer Trainingseinheit war wieder Schluss."

Spektakuläre Aktionen gab es in den vergangenen Jahren bei der Pegnitzer „Fight Night“ zu sehen, und auch für heuer hat Organisator Tobias Potzler die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben.

12.03.2021


Seit Anfang November bietet Tobias Potzler weiterhin auf dem Parkplatz des Eisstadions seine Stunden an, aber immer nur mit einer Person und unter Einhaltung der Hygienevorschriften, wie er betont. "Einzeltraining war das letzte Mittel, die Mitglieder bei der Stange zu halten. Ansonsten hätte ich alles sein lassen und zu Hause bleiben können", so Potzler.

Intensives Einzeltraining

Das Training mit nur einer Person sei intensiver und werde sehr gut angenommen. "Und sollte der Lockdown aufgehoben werden, können wir sofort wieder im Studio starten", gibt sich der FSP-Chef zuversichtlich.

Zur beliebten "Fight Night", die Potzler seit 2015 organisiert hatte, hält er sich bedeckt, merkt aber an, dass das Ganze nicht vom Tisch sei. "Die Verordnungen waren bei den bisherigen Austragungen schon immer sehr streng. Aber sollten nun noch die Hygieneauflagen dazukommen, wird die Veranstaltung nur schwer umsetzbar sein", glaubt Potzler.

JÜRGEN MASCHING

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