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Montag, 27.05.2019

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Pegnitz: Vegane Bratwurst auf dem Rost

Die Teilnehmer des diesjährigen Pegnitzer Bratwurstgipfels gehen im Kreativbereich zum Teil neue Wege - 07.05.2019 17:15 Uhr

Angrillen für den Pegnitzer Bratwurstgipfel: Geht es nach Bürgermeister Uwe Raab, dann soll das Feuer unter dem Rost bis Sonntag, 2. Juni, „einfach weiterbrennen“. Die Gäste dürfen sich dieses Jahr auch auf exotische Kreationen wie vegane Bratwürste freuen. © Klaus Trenz


Neun aktive Teilnehmer zählt die beliebte Leistungsschau des Metzgerhandwerks, die am Sonntag, 2. Juni, von 11 bis 18 Uhr, über die Bühne geht. Es waren auch schon einmal 16. "Das hat etwas mit dem Fachkräftemangel im Handwerk zu tun", sagten der Pegnitzer Bürgermeister Uwe Raab und Thomas Zimmer, Präsident der Handwerkskammer für Oberfranken, beinahe unisono.

Wie immer beim Bratwurstgipfel stammen die teilnehmenden Metzger aus allen drei fränkischen Regionen. Zur Erinnerung: Der erste Bratwurstkönig, Dorfmetzger Jürgen Reck, ist im mittelfränkischen Möhrendorf zuhause.

Der Bratwurstgipfel soll auch in seiner neunten Ausgabe Tourismus-Magnet sein und Werbeveranstaltung nicht nur für das regionale Metzgerhandwerk. Deshalb wird hier auch der enge Schulterschluss zur Gastronomie gepflegt und gemeinsam "etwas Außergewöhnliches" präsentiert, wie sich Thomas Zimmer ausdrückt.

Fachkräftemangel als zentrales Problem

Besagter Fachkräftemangel ist ein zentrales Problem: Mancher Metzgerbetrieb hätte gerne im Rennen um die Pegnitzer Königskrone mitgemacht – weil die Veranstaltung erfahrungsgemäß einen deutlichen Popularitätsschub bringt und mittelfristig durchaus für Umsatzsteigerungen gut ist. "Wir wollen den Grad der Wertschätzung für Lebensmittel und das Lebensmittel produzierende Handwerk steigern", betont Zimmer, der daran erinnert, dass der Bratwurstgipfel das einzige derartige Fest ist, bei dem alle fränkischen Handwerkskammern zusammenarbeiten.

Die Metzger setzen auch dieses Mal auf phantasievolle Kreationen. So stellt die Bad Windsheimer Metzgerei Rienecker, die auch das Restaurant "Genusswerk Franken" neben der Franken-Therme betreibt, mit der "Vrechen Vroni" erstmals eine vegane Bratwurst zur Diskussion. Die Ebermannstädter Metzgerei Schatz revanchiert sich mit einer "Lebkuchenbratwurst", die leichte Lebkuchenaromen haben, aber nicht süß sein soll.

Drumherum gibt es ein kulturelles Rahmenprogramm mit der Band "Continental Breakfast" und der Kabarettistin Ines Procter sowie einem Hans-Sachs-Sketch der Faust-Festspiele Pegnitz. Der Eintritt zum Bratwurstgipel am 2. Juni kostet zwei Euro. 

VON HANS VON DRAMINSKI

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