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Pegnitz: Wirtin vom Schwarzen Roß hat neue Bleibe

Rosa Kunter hat Goldnen Stern gepachtet - Vermieter lässt offen, was aus Projekt Genusshaus wird - 27.01.2017 16:54 Uhr

Rosa Kunter hat den Goldnen Stern am Bahnhofsteig bereits am 13. Januar wiedereröffnet. Ihre Stammgäste aus dem Schwarzen Roß sind ihr auch in der neuen Wirtschaft nach wie vor treu. © Luisa Degenhardt


Die ehemalige Wirtin der Gaststätte Schwarzes Roß, die abgerissen wird, hat den Goldnen Stern gepachtet. Bereits seit 13. Januar hat er außer donnerstags jeden Tag offen. Essen gibt es dort nicht, "vielleicht mal eine Brotzeit oder eine Wurstsemmel", sagt die 74-Jährige, die trotz ihres Alters die Gastronomie noch nicht an den Nagel hängen will.

Bereits im Dezember sei festgestanden, dass sie den Goldnen Stern pachten kann. Nachdem klar war, dass es im Schwarzen Roß für sie nicht mehr weitergeht, habe sie sich gleich auf die Suche nach einer neuen Wirkungsstätte gemacht. "Es war alles fertig, wir haben nur eine Woche lang geputzt", sagt sie. Im Gastraum ist noch die asiatisch angehauchte Einrichtung von den Vorgängern. Samstags, sonntags und montags macht sie schon morgens auf. Am Samstag gibt es Frühschoppen. An den anderen Tagen hat sie ab 14 Uhr geöffnet.

Alleine wäre das für sie nicht zu stemmen. "Ich hab Unterstützung", sagt sie. Trotzdem versuche sie, das Meiste selbst zu machen, "wenn ich kann". Die Stammgäste aus dem Schwarzen Roß blieben ihr erhalten und kommen nun auch in den Goldnen Stern. Rosa Kunter hat viel Erfahrung in der Gastronomie. 22 Jahre und ein halbes hatte sie eine eigene Wirtschaft, das Schwarze Roß bewirtete sie seit 2000. Das Thema Schwarzes Roß sei für sie mittlerweile erledigt, sie hänge nicht mehr daran.

Was nun aus dem Projekt Genusshaus wird, das in der leerstehenden Wirtschaft geplant war, weiß sie nicht. "Wenn es so wäre, müsste ich halt wieder raus", sagt Kunter. Einen schriftlichen Mietvertrag gibt es zwar, wie lange der jedoch gilt, will sie nicht sagen.

Das will auch der Eigentümer des Hauses, Wilhelm Knopf, nicht. Nach zahlreichen Versuchen war er dann doch ans Telefon zu bekommen.

Das Projekt Genusshaus, das im Goldnen Stern angedacht war und die kulinarische Vielfalt Oberfrankens widerspiegeln soll, ist für ihn mit der Verpachtung an Rosa Kunter nicht gestorben. "Ich weiß nicht, wie sich die Sache entwickelt", sagt er. Und weiter: "Ich kann die Immobilie nicht mehr viel länger liegen lassen. Da kommen derartige Schäden, dass ich es jetzt einstweilen zwischenverpachtet hab", sagt Knopf.

Zwei Jahre sei der Goldne Stern leer gestanden. Mehr will er - auch zum Projekt Genusshaus - nicht sagen.

Mehr Informationen über den Goldnen Stern in unserer Rubrik Essen und Trinken! 

Luisa Degenhardt

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