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Pegnitzer Anarchisten sind nun Vereinsmeier

Die Bengasi Bombers heißen nun Pegnitz Bombers. Vorsitzender ist Christoph Schmitt, Stellvertreter Steffen Rein. - 12.07.2019 20:17 Uhr

Nach dem Titelgewinn in der Nordbayerischen Hobby Liga (DNHL) feierten die Bengasi Bombers ihren Triumph. Ab sofort heißen sie Pegnitz Bombers und sind in einem Verein organisiert. © Foto: privat


In den vergangenen Jahren rückte bei den Bengasi Bombers mehr und mehr Eishockey in den Vordergrund. Ein Team wurde gebildet. Der Ehrgeiz wuchs, zumal einige ehemalige Akteure des EV Pegnitz wie Mark Gerstner oder Frank Schüssel zu der Truppe gefunden hatten. Zuletzt jagte man sogar in der Nordbayern Hockey Liga dem Puck nach.

Nun ist die große Freiheit vorbei: Aus dem Bengasi Bomber ist ein Verein geworden. Er heißt Pegnitz Bombers. "Wir wollten das Ganze auf Vereinsfüße stellen", sagt dritter Vorsitzender Andreas Eckert. Das Wort "Bengasi" habe man jedoch aus dem Vereinsnamen raushaben wollen. Die Nebenbedeutung könnte negative Assoziationen bewirken. Dabei kam Bengasi Bombers aus reinem Jux und Tollerei zustande. Christoph Meltzer und Matthias Rippl fragten Mitte der 90er Jahre an, ob sie die Hütte der Flembachkickers in Steinamwasser zum Feiern nutzen könnten. Wenn sie eine Fußballmannschaft hätten und beim Turnier der Flembachkickers mitmachen, dann schon, lautete die Antwort. "Mello und Ringo haben spontan gesagt, ihre Mannschaft heiße ,Bengasi Bombers‘", erinnert sich Andy Conrad. Er war es, der daraufhin Spieler zusammentrommelte und zum Lenker dieser Schar wurde. Er gestaltete eine Fahne. Siege zu erringen, war nicht das Ziel. "Wir haben gefeiert, dass wir Letzter geworden sind", so Conrad. Dass alles nun in geordnete Bahnen gelenkt wird, ist nicht unbedingt in seinem Sinne. "Ich fremdel mit der ganzen Geschichte."

Von der alten Truppe seien vielleicht noch zwei, drei dabei. Er habe das Gefühl, dass die Bengasi Bombers gekapert worden seien. "Aber warum nicht, wenn es weitergeht", sagt er.

Vorsitzender des neuen Vereins ist Christoph Schmitt, Steffen Rein ist sein Stellvertreter. Florian Neukirchner ist für die Finanzen zuständig und Jens Groß ist Schriftführer. Etwas 35 aktive Wintersportler gebe es bei den Bengasi Bombers, sagt Eckert. Er gehe davon aus, dass diese auch Mitglieder werden. Die Höhe des Mitgliedsbeitrags steht noch nicht fest. Da pro Eiszeit im Pegnitzer Stadion etwa 140 Euro an die Stadt bezahlt werden müssen, wird sich dies auf den Mitgliedsbeitrag bei jenen auswirken, die in einem der beiden Eishockeyteams der Pegnitz Bombers spielen. 

HANS-JOCHEN SCHAUER

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