Montag, 24.02.2020

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Pegnitzer Feuerwehr hatte 2019 ordentlich zu tun

Das Feuer im Ärztehaus war Anfang 2019 der zeitaufwändigste Einsatz, aber auch in den restlichen elf Monaten gab es für die Brandbekämpfer sehr viel zu tun. - 24.01.2020 22:25 Uhr

Im Rahmen der Pegnitzer Feuerwehr-Aktionswoche übten die Brandbekämpfer unter anderem in Heroldsreuth. Dabei wurde die Notwendigkeit für ein neues Tanklöschfahrzeug klar.


Ganz an den Anfang seines Jahresberichts rückte Roland Zahn den Großbrand des Ärztehauses am Böllgraben am 5. Februar. Es sei der zeitaufwändigste Einsatz gewesen. Der Großteil der Einsatzkräfte sei 16 Stunden und mehr gefordert gewesen – inklusive der Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft und der Brandwache nach dem verheerenden Feuer.

Trotz niedrigerer Einsatzzahlen: Zum Teil bis zu dreimal an einem Tag wurde die Feuerwehr Pegnitz gerufen. Zu Verkehrsunfällen, Türöffnungen, Brandmeldeanlagen, Personenrettung über Drehleiter oder der Beseitigung von Ölspuren.

Aufgeteilt in Einsatzgebiete fuhr man zu 46 Brandeinsätzen, leistete 74 Mal technische Hilfeleistung. Drei Einsätze gab es, wo man es mit gefährlichen Stoffen zu tun hatte. Zahn zählte insgesamt rund 2660 Einsatzstunden.

Die Einsätze sind das eine, die Ausbildung das andere: 17 Schulungsabende oder Übungen habe man im vergangenen Jahr abgehalten. Dazu kämen noch die monatlichen Atemschutzübungen unter Stephan Fleischer und Felix Lindner sowie die der Maschinisten unter Andre Popp, Heiko Lindner und Thomas Eisend. Lehrgänge an den staatlichen Feuerwehrschulen hätten dann noch mit 350 Stunden zu Buche geschlagen. Die Feuerwehrführung hielt acht Sitzungen ab.

Insgesamt 500 Arbeitsstunden wurden von den Atemschutzgerätewarten erbracht, die die Geräte der umliegenden Wehren mit prüften und wieder einsatzbereit machten. Bis zur Festanstellung, so Zahn, habe Fleischer "unermüdlich, egal, ob Sonntag früh oder bis spät in die Nacht" die Geräte geprüft. Hieraus könne man erkennen, wie wichtig es gewesen sei, die zweite Stelle des hauptamtlichen Gerätewarts zu schaffen.

Akribisch ist man hinsichtlich des Auftrags für ein neues Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF) vorgegangen. Man bildete einen Arbeitskreis mit fünf Personen, die sich in Sachen Fahrgestell, Aufbau und Ausrüstung berieten. Ein besonderer Dank Zahns galt Gerätewart Walter Steger, der teils "bis in die Nacht hinein" die Ausschreibung durchgearbeitet und die bestmögliche Ausrüstung zusammengestellt habe. So habe man im Dezember das Fahrzeug in Auftrag geben können.

Zusammenfassend habe man im Jahr 2019 rund 5400 Stunden für die Sicherheit der Bevölkerung abgeleistet. Im Übrigen habe sich die Anschaffung von Spezialwaschmaschine und -trockner für die Einsatzkleidung gelohnt, zumal Wehren aus dem Landkreis und den benachbarten Regierungsbezirken ihre Schutzkleidung in Pegnitz reinigen lassen. Die Zahlen zeigten, dass sich die Anschaffung der Geräte mittelfristig finanzieren werden.

Neuer Kommandowagen

Bezüglich der Neuanschaffungen für die Pegnitzer Wehr ging Zahn noch einmal kurz auf die neuen Fahrzeuge ein. Der neue Kommandowagen konnte im zweiten Quartal letzten Jahres in Dienst genommen werden. Das 42.000 Euro teure Fahrzeug sei vom Förderverein mit 14.000 Euro bezuschusst worden. Seit August verfüge man über ein zweites Wechselladerfahrzeug. Seitdem können bei Großschadenslagen zwei Container gleichzeitig zur Einsatzstelle gebracht werden.

Im Dezember habe der Pegnitzer Stadtrat entschieden, dass der 26 Jahre alte Rüstwagen durch einen entsprechenden Abrollcontainer (AB) ersetzt wird. Ebenso neu angeschafft werden soll ein Ersatz für das 43 Jahre alte Tanklöschfahrzeug 8/8.

Die Wichtigkeit eines Abrollbehälter "Wasser" habe man bei der Übung in Heroldsreuth im September gesehen, da damit die Zeit, bis lange Schlauchleitungen entstehen, überbrückt werden könne. Auch hier wird sich ein Arbeitskreis ein Bild über die verschiedenen Möglichkeiten machen. Aktuell hat die Feuerwehr Pegnitz eine Stärke von 68 Feuerwehrfrauen und -männern, darunter sind 13 Jugendfeuerwehrler.

KLAUS TRENZ

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