Reparatur

Pegnitzer Fußgängerbrücke muss erneut gesperrt werden

5.8.2021, 16:26 Uhr
Die Ursache jahrelangen Ärgers: Der Fußgänger- und Radüberweg über die Pegnitz bei der Grundschule. Sie muss erneut gesperrt werden.

Die Ursache jahrelangen Ärgers: Der Fußgänger- und Radüberweg über die Pegnitz bei der Grundschule. Sie muss erneut gesperrt werden. © Foto: Klaus Trenz

"In der Zeit von 9. bis voraussichtlich 22. August muss die Fußgängerbrücke an der Grundschule Pegnitz komplett gesperrt werden. Die Verkehrsbeschränkung für Fußgänger und Radfahrer ist erforderlich, um notwendige Sanierungsarbeiten an der Aluminiumbrücke durchführen zu können. Die Fußgänger und Radfahrer werden daher gebeten, ersatzweise die Brücke im Wiesweiherpark zu benutzen", schreibt die Stadt in einer Pressemeldung, die der Redaktion am Dienstag zuging. Damit soll nun aber ein leidiges Problem endgültig zu einem versöhnlichen Ende gebracht werden.

Der Reihe nach: Schon kurz nachdem die Brücke im November 2017 eingehoben wurde, traten erste Schäden auf. Der Belag auf dem Überweg löste sich teilweise von der Konstruktion. Das bauausführende Unternehmen, die Peter Maier Leichtbau GmbH (PML) aus dem baden-württembergischen Singen, wurde informiert und reparierte den Schaden. Kaum ein halbes Jahr später blätterte der Lack (Belag) schon wieder ab und der damalige zweite Bürgermeister Wolfgang Nierhoff vermutete mangelhaftes Material als Ursache. So meldete die Stadt der Firma im September 2018 den erneuten Schaden. Das Unternehmen teilte mit, dass die Arbeiten nur bei gutem Wetter zu erledigen seien. Trotz mehrfacher Aufforderungen per E-Mail habe PML nicht reagiert, erklärte Nierhoff damals im Gespräch mit unserer Zeitung.

Notgedrungen griff der städtische Bauhof dann zur Selbsthilfe. Weil immer mehr und größere Teile der Beschichtung abblätterten und dadurch eine Gefährdung der Fußgänger und Radfahrer nicht ausgeschlossen werden konnte, klebten die städtischen Arbeiter Teile der Brücke mit rutschfestem Klebeband ab.

Wenig später teilte die Firma mit, dass sie im Juni (2019) mit den Ausbesserungsarbeiten beginnen werde. Doch man ahnt es: Niemand kam, um die Brücke zu reparieren - trotz wiederholter Aufforderungen und Mahnungen der Stadtverwaltung. Dabei handelte es sich um einen eindeutigen Fall von Gewährleistungspflicht - der die Firma aber nie nachkam.

Nur noch einmal rückten Arbeiter des schwäbischen Unternehmens in Pegnitz an. Um die Brücke über den Winter 2019/2020 verkehrssicher zu bekommen, schraubten PML-Mitarbeiter provisorische Anti-Rutschmatten auf. "Zu der von der Firma für das Frühjahr 2020 zugesagten dauerhaften Sanierung des Belags kam es dann nicht mehr, da die Peter Maier Leichtbau GmbH Insolvenz anmelden musste", teilte Bauamtsleiter Manfred Kohl mit. Mit der Insolvenzverwalterin habe man vereinbart, dass die Beschichtung des Brückenbelags ohne Kostenbeteiligung der Stadt abgewickelt werden könne.

Es scheint also doch noch ein Happy End zu geben in der schier unendlichen Geschichte Fußgängerüberweg bei der Grundschule.

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