27°

Dienstag, 15.06.2021

|

Pegnitzer Idee: Bratwürste im Franchise-System

Heinrich Meyer erhielt Zuschlag für Stand in Erlangen — Mit 66 Jahren noch große Pläne - 08.11.2010 23:38 Uhr

Heinrich Meyer beißt vor seinem neuen Stand in Erlangen in ein Bratwurstbrötchen. Der Buchauer Geschäftsmann will deutschlandweit mit Bratwurstständen expandieren.

08.11.2010 © André De Geare


„Ich wollte schon immer Bratwürste verkaufen“, sagt Heinrich Meyer am Telefon, während er in Erlangen am Grill steht und gerade selbst ein Bratwurstbrötchen gegessen hat. „Mit 66 Jahren fängt schließlich das Leben erst an“, scherzt er und erklärt, dass das neue Geschäft ein Tochterunternehmen seiner Heinrich Meyer GmbH ist.

Eigentlich ist der Industriekaufmann im internationalen Handel tätig. Das neue Geschäft soll ein zweites Standbein werden. „Die Firma nennt sich einfach nur Bratwurststand.“

Nur frische Ware

Das Konzept ist einfach: Meyer will die „Nürnberger“ in ganz Deutschland verkaufen. Er setzt dabei auf frische Ware. „Unsere Produkte kommen frisch von einem Nürnberger Metzger. Wir verkaufen keine eingefrorenen oder gebrühten Würste.“

Und genau deshalb musste er an den ersten Tagen in Erlangen seinen Stand bereits nach der Mittagszeit schließen. „Wir wurden überrannt. Um zwei/halb drei war bereits alles ausverkauft.“ Für die nächsten Tage hat er schon eine größere Menge bestellt.

Der Stand in Erlangen, für den Meyer bei einem Ausschreibungswettbewerb der Stadt den Zuschlag bekommen hat, soll eine Art Pilotprojekt werden. „Erst muss dieser richtig laufen, dann wollen wir deutschlandweit expandieren“, beschreibt er seine Zukunftspläne und fügt an: „Wir haben bereits Anfragen aus Nordrhein-Westfalen.“

Der 66-Jährige setzt auf lokale Lieferanten, sodass die Bezeichnung „Erlanger Bratwurststand“ kein Etikettenschwindel ist.

Sein „Mann am Rost“ ist der Erlanger Thomas Raschdorf, er bringt die „Fränkischen“ und die etwas kleineren „Nürnberger“, jeweils leicht mit Majoran gewürzt, im „Weckla“ vom örtlichen Bäcker Trapper über die Theke. Derzeit steht auch Heinrich Meyer selbst noch mit am Grill.

Bei der Preisgestaltung war der Buchauer Geschäftsmann erst einmal zurückhaltend: Zwei Fränkische oder drei Nürnberger im Brötchen kosten zwei Euro, ein „Hugenottenbrummer“ mit vier Nürnbergern und einem Rosenbrötchen gibt es für 2,50 Euro. Das Schwein vom Rost gibt es aber auch mit frischem Kartoffelsalat auf richtigem Geschirr.

Von Erlangen ist Heinrich Meyer bereits begeistert: So viel Hilfe seitens der Verwaltung habe er nirgendwo erlebt. kfr/pm

kfr/pm

Seite drucken

Seite versenden


weitere Meldungen aus: Pegnitz