Montag, 09.12.2019

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Pegnitzer Realschüler gewinnen Strebergarten-Wettbewerb

Die Neuntklässler der Pegnitzer Realschule setzen sich bei einem Bundesentscheid gegen 37 Mitbewerber durch. - 15.10.2019 13:55 Uhr

Wildwuchs und Gebüsch wurden von den Pegnitzer Realschülern gerodet. Außerdem haben die Neuntklässler tonnenweise Humus für Blumenbeete geschleppt.


"Sie sind die Hoffnung machenden Leuchttürme für die nächsten Generationen", so Katja Horneffer, die Schirmherrin des deutschlandweiten Pflanzwettbewerbs "Wir-tun-was-für-Bienen" in ihrem Grußwort anlässlich der Prämierungsfeier im Berliner Abgeordnetenhaus.

Die Klasse 9a wurde sogar Bundessieger unter den 37 teilnehmenden Schulen aller Schularten aus ganz Deutschland.

Der Wettbewerb ist ein ausgezeichnetes Projekt von der UN-Dekade "Biologische Vielfalt 2017". Dieses steht unter der Schirmherrschaft von Katja Horneffer und wurde von Dr. Corinna Hölzer, Stiftung Mensch und Umwelt, initiiert.

Die 29 Pegnitzer Schüler erhielten für ihre unbändige Motivation, ihr anhaltendes Engagement, ihren Fleiß und ihre nachhaltige Arbeit große Anerkennung.

Arbeitseinsatz trotz Ferien

Noch bevor sie überhaupt von jenem Wettbewerb wussten, arbeiteten die Neuntklässler zusammen mit ihrer Klassenlehrerin Heidrun Bieswanger seit Herbst 2018 jede freie Minute, ja sogar in den Ferien, auf dem 1900 Quadratmeter großen und komplett zugewucherten Grundstück. Sie haben es größtenteils mit bloßen Händen in einen Schulgarten mit enormen Potential verwandelt.

Es gab bislang weder eine Schulgarten-AG noch vorhandenes Material oder finanzielle Mittel zur Anschaffung entsprechender Werkzeuge. Die Klasse organisiert sich stets selbst und bringt alles von zu Hause mit.

Und das war nur der Anfang. Denn es werden sicher noch viele Schülergenerationen in und an diesem Schulgarten weiterarbeiten und sich einen wunderbaren Ort zum Lernen und zur Erholung schaffen.

Unterstützt werden die "Strebergärtner" natürlich von ihren Eltern, die Arbeitsgeräte für ihre Kinder zur Verfügung stellen sowie von verschiedenen Klassen, die an der Aussaat und Pflege der Pflanzen beteiligt sind, zusammen mit Biologielehrkraft Monika Einhellig. Auch der ehemalige Konrektor Rudolf Stopfer engagierte sich im letzten Schuljahr fleißig mit im Projekt.

"Indem sie also gepflanzt und gewerkelt haben, haben Sie eindeutig das Mikroklima verbessert: Das ist tätiger Umwelt- und Klimaschutz!", erklärte Katja Horneffer.

"Megastark und supermotiviert" seien die Schüler ans Werk gegangen. Kein Wildwuchs, kein dichtes Gebüsch konnte ihren Plan durchkreuzen.

Alles wurde kurz und klein gehackt und anschließend auch gerodet. Tonnenweise wurde Humus für Blumenbeete geschleppt, da kamen sogar Fossilien ans Tageslicht .

"Was diese Schulgemeinschaft geschafft hat, ist einfach super. Sie hat bewiesen, dass sie nicht nur die Power hat, gemeinsam etwas zu bewegen, sondern auch Ahnung von dem, was sie tut", hieß es in der Laudatio bei der Prämierungsfeier.

Dieser Beitrag zeige, was die Insekten dringend brauchten und doch so selten vorfänden: heimische Blumen und Stauden, Trockenmauern, Totholz und alte Sorten von Obstbäumen.

Bestimmt fänden diese Schüler noch Wege, weitere Pflanzen zu bekommen und weitere Strukturen anzulegen.

nn

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