Sonntag, 18.04.2021

|

Pegnitzer Tafel zieht in neue Räume

Die lange Suche hat ein Ende: Bei der Tafel steht demnächst ein Umzug an - 04.11.2020 17:13 Uhr

Für die Vorsitzende der Pegnitzer Tafel, Christine Wagner, hat die Suche nach einem Laden ein Ende. Man zieht in die ehemalige und leerstehende Metzgerei Lindner um.

04.11.2020 © Foto: Klaus Trenz


Die lange Suche der Tafel nach geeigneten Räumen für ihren Laden hat ein Ende: Mit der Anmietung der ehemaligen Metzgerei Lindner an der Friedrich-Engelhardt-Straße 7 gegenüber des Brigittenparks steht demnächst ein Umzug vom alten Gemeindehaus bei der Marienkirche in das neue Domizil an. Ein Zeitungsartikel habe dabei laut der Vorsitzenden Christine Wagner viel geholfen und auch Bürgermeister Wolfgang Nierhoff (PEG) habe angeschoben.

Noch einiges zu tun

Vor einem Umzug ist aber noch einiges in der seit langem leerstehenden Metzgerei zu tun. Vor allem Mitglieder der evangelisch-methodistischen Gemeinde sind es, die zurzeit die Geschäftsräume von Metzger Klaus Lindner ausräumen, erklärt Wagner. Dann müssen die Elektrik und die Sanitärräume modernisiert und teilweise die Böden erneuert werden. Und dann geht es ans große Reinemachen. "Wir sind an Hygienevorschriften, wie jedes andere Lebensmittelgeschäft auch, gebunden", sagt Wagner. Die Arbeiten werden – so weit dies möglich ist – ehrenamtlich vorgenommen.

"Wir werden hier im neuen Laden besser zurecht kommen." Beengte Verhältnisse wie am Schlossberg wird man in der ehemaligen Metzgerei nicht mehr haben. Ein großer Vorteil sei auch, dass man zwei Eingänge benutzen könne, was insbesondere in Corona-Zeiten wichtig sei. So können die Kunden der Tafel den Laden an einer Tür betreten und ihn an der anderen wieder verlassen. Auch die vorgeschriebenen zehn Quadratmeter pro Kunde seien kein Problem. "Wir können die Hygienevorschriften jetzt einfacher umsetzen", sagt Wagner. Die Lage sei gut und der Laden ist nahezu barrierefrei.

Mehr Platz

In der Summe werde man künftig mehr Platz haben und: "Es ist für uns auf jeden Fall eine Verbesserung, die wir uns aber ohne finanzielle Unterstützung nicht dauerhaft leisten können". Noch kann man auf Spenden, die in Corona-Zeiten bei der Tafel eingegangen sind, zurückgreifen.

Darüber hinaus habe man beispielsweise beim Dachverband der Deutschen Tafeln Zuschuss-Anträge gestellt.

"Wir werden in Zukunft höhere Nebenkosten haben", sagt Wagner mit kleinen Sorgenfalten: "Deshalb sind wir auch weiterhin auf Unterstützung aus der Region angewiesen". Neu ist, dass man bei der Pegnitzer Tafel eine Ladenpatenschaft übernehmen kann. So können laut Wagner die Paten die Tafel mit einem überschaubaren monatlichen Betrag auf eine bestimmte Zeit hinaus unterstützen. Die entsprechenden Formulare finden Interessierte auf der Internetseite der Pegnitzer Tafel. Der Vorteil einer Patenschaft sei, dass die Verantwortlichen der Tafel für einen gewissen Zeitraum mit festen Einnahmen planen können.

Wann der Umzug und die Neueröffnung sein werden, kann Wagner noch nicht sagen: "Wir haben den Termin bewusst offen gelassen." Immerhin wird der Umzug mit ehrenamtlichem Einsatz gestemmt.

KLAUS TRENZ

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Pegnitz