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Freitag, 18.10.2019

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Pegnitzerin siegt mit Eigenkomposition bei "Jugend musiziert"

Zwischen Arien und modernem Popgesang - Für Landesentscheid in Hof qualifiziert - 12.03.2019 22:26 Uhr

Strahlende Siegerin in der Kategorie Popgesang: Ann-Kathrin Vierhuff (Mitte) aus Pegnitz präsentiert ihre Urkunde zusammen mit ihrer Klavierlehrerin Oxana Betzmeir (li.) und ihrer Gesangslehrerin Catherine Winter (re.). © Foto: Vierhuff


Fragt man Ann-Kathrins Gesangslehrerin, die in Ranna lebende Sängerin Catherine Winter, nach den Talenten ihrer Schülerin, singt die US-Amerikanerin das Loblied auf eine vielseitig Begabte, die sich nicht nur in Sachen Musik stark engagiere.

"Ich singe, seit ich elf oder zwölf war", berichtet Ann-Kathrin Vierhuff und fügt hinzu, dass sie schon als kleines Kind von Musik begeistert war. Als Sopran setzt sich die junge Frau natürlich mit dem klassischen Repertoire auseinander, hat auf dem Notenpult beispielsweise eine Arie aus Charles Gounods Oper "Faust" stehen oder italienisches Liedgut und Belcanto. Daneben hört und singt Ann-Kathrin aber auch gerne Popmusik.

Für ihr Wettbewerbsprogramm hatten sie und Catherine Winter bewusst neuere Stücke ausgesucht, "modern und nicht in der Zeit stehen geblieben", wie es Ann-Kathrin formuliert. Die Jury durfte also über die Interpretation von Songs befinden, die vor kurzem noch in den Popcharts waren, etwa Clean Bandits "Symphony" oder "There‘s nothing holdin’ me back" von Shawn Mendes.

Gerührte Zuhörer

Dazu kam – weil in den Wettbewerbs-Vorschriften eine unbegleitete A-cappella-Nummer verlangt wird – noch der Rockklassiker "Mercedes Benz" von Janis Joplin, in dem Ann-Kathrin Vierhuff zeigen konnte, dass sie auch Soul singen kann. Und als besonderes "Schmankerl" die selbst geschriebene Ballade "Lass’ mich nicht allein", bei der sie zum Gesang selbst Gitarre spielte und außerdem von ihrer Klavierlehrerin Oxana Betzmeir begleitet wurde. "Als sie ihren Song beim Preisträgerkonzert gesungen hat, haben die Menschen geweint", erzählt Catherine Winter.

Klavier ist Ann-Kathrins Hauptfach am musischen Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium in Bayreuth. "Da schreibt man zwei Schulaufgaben, eine pro Halbjahr, und muss außerdem zwei Klassenvorspiele und zwei vor der Instrumentallehrerin, in meinem Fall Ute Meyer, absolvieren", plaudert Ann-Kathrin Vierhuff aus der Unterrichtspraxis. Neben Klavier und Gitarre spielt sie auch Cello.

Klar, dass die Musik auch in Zukunft Ann-Kathrins Leben bestimmen wird. Sie hat vor, Schulmusik zu studieren und ins Lehramt zu gehen. Aber zunächst ist erst einmal Üben angesagt. Damit es nach dem "Jugend musiziert"-Landeswettbewerb in Hof (12. bis 15. April) vielleicht noch zum Bundeswettbewerb weiter geht.

HANS VON DRAMINSKI

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