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Mittwoch, 17.07.2019

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Pep-Brache ist das zentrale Pegnitzer Projekt

Stadt will auch Fördermittel für die Sanierung des kürzlich erworbenen Bahnhofsgebäudes umleiten - 06.07.2019 08:00 Uhr

Lieber den Bahnhof sanieren als das alte Gebäude Brauhausgasse 1, von dem sich die Stadt ja trennen möchte. Mit der Regierung von Oberfranken führt die Stadt Gespräche, auch die Fördermittel umleiten zu dürfen. © Foto: Richard Reinl


Bei dem Städtebauförderungsprogramm mit dieser Zuwendung handelt es sich laut Raab um Mittel des Freistaats Bayern, die der Stadt Pegnitz in diesem Jahr aus der Förderinitiative "Innen statt Außen" zugeteilt wurden. Der Freistaat habe dieses Förderprogramm 2018 erstmals aufgelegt und bereits im vergangenen Jahr wurde Pegnitz nach rechtzeitiger Antragstellung aus der Förderinitiative "Innen statt Außen" eine Zuwendung in Höhe von 405 000 Euro bewilligt.

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"Fichtenohe-Park" mit Läden, Wohnungen und Womo-Platz

Der Stadtrat Pegnitz hat über einen städtebaulichen Rahmenplan entschieden, wie er das Entwicklungsgebiet "Neue Mitte Pegnitz" zwischen Bahnhof und Stadtzentrum künftig genutzt wissen will. Eine Projektgruppe um Stadtplanerin Edith Obrusnik stellte dem Gremium die Überlegungen vor, die vom Einzelhandel über ein Hotel oder ein Boardinghaus bis zu einem Gesundheitszentrum, ein Seniorenheim und eine Kindertagesstätte reichen. Auch Wohnungen und ein Wohnmobil-Stellplatz sollen in der mit viel Grün und Spielplätzen aufgelockerten Anlage möglich sein. Das Konzept soll mit hohen Förderungen modulartig realisiert werden. Auch ein neuer Name für das Areal wurde kreiiert: "Fichtenohe-Park".


Neben diesem Programm seien der Stadt laut Raab auch aus der Förderinitiative Flächenentsiegelung im Jahr 2018 Mittel von 270 000 Euro und heuer weitere 90 000 Euro zugeteilt. "Mit diesen Mitteln soll insbesondere die städtebauliche Entwicklung im Bereich der Rahmenplanung zwischen Bahnhof und Innenstadt unterstützt werden", so Raab. Zentrales Projekt sei dabei die Beseitigung der Pep- und K&P-Brache.

Neben diesem Areal wurde für die Förderinitiative "Innen statt Außen" im vergangenen Jahr auch das leer stehende Gebäude Brauhausgasse 1 für eine Förderung angemeldet. Raab: "Nachdem die Stadt Pegnitz in der Zwischenzeit das bei Weitem städtebaulich bedeutsamere Bahnhofsgebäude erworben hat, befinden wir uns mit der Regierung von Oberfranken in sehr konstruktiven Gesprächen, die Mittel für eine Aufwertung des Bahnhofgebäudes einsetzen zu können."

Bei dieser Konzeption, die allerdings noch ausgearbeitet werden müsse, können und werden laut Raab dann die Überlegungen des Landkreises Bayreuth für ein Mobilitätszentrum berücksichtigt.

Und als weiteres Projekt sei seitens der Stadt im vergangenen Jahr die Realisierung eines Dorfladens in Trockau für die Förderinitiative "Innen statt Außen" angemeldet. Der Erwerb eines zentral am Marktplatz gelegenen Grundstücks mit einem leerstehenden Gebäude ist hier schon erfolgt.

"Wieder ist festzustellen, dass das Isek ,Pegnitz 2030‘ als eine hervorragende Grundlage dient, unsere städtebauliche Entwicklung, abgestimmt mit der Regierung von Oberfranken und dem Amt für Ländliche Entwicklung, voranzubringen und dafür auch höchstmögliche Förderungen zu bekommen", bricht Raab eine Lanze für das Stadtkonzept. 

MICHAEL GRÜNER

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