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Pfarrer Peter Klamt feiert 65. Geburtstag

Ein paar Jahre will er der Stadt Pegnitz aber noch erhalten bleiben. - 27.02.2020 08:55 Uhr

Der Pfarrer wir heute 65 Jahre alt. © Kniess


Seit 2011 ist er in Pegnitz tätig und er wird der Stadt noch ein paar Jahre erhalten bleiben: "Das ist das, was ich am besten kann. Das habe ich mein Leben lang gemacht", sagt Peter Klamt über den Beruf, der für ihn eine Berufung ist: "Es ist nicht nur ein Job, es ist eine Lebensform. Sonst wäre es ja langweilig."

Klamt wird am 27. Februar 1955 in Lanzendorf bei Himmelkron im Landkreis Kulmbach geboren. Pfarrer, sagt er, sei schon immer sein Berufswunsch gewesen: "Ich hatte da ein sehr gutes Elternhaus." Nach seinem Abitur am Gymnasium Christian-Ernestinum im Jahr 1974 ging es für Klamt sofort ins Priesterseminar nach Bamberg, wo er 1980 zum Priester geweiht wurde.

Es folgten Stationen als Aushilfspriester in Zeyern, Schlüsselfeld und Bischberg, als Kaplan in Höchstadt an der Aisch und als Pfarrer in Etzelskirchen. 1982 wurde er schließlich Kaplan in Kulmbach. "Ich war für die Gemeinden St. Hedwig und Unsere Liebe Frau zuständig", erinnert er sich. "Ich war praktisch zwei Kapläne."

"Irgendwo ist die physische Grenze"

Es folgte Klamts bisher längste Station: Von 1985 bis 2000 war er 15 Jahre lang Pfarrer in Volsbach im Ahorntal, bevor er für elf Jahre nach Bad Berneck ging.

Seit 2011 ist er schließlich in Pegnitz – als Pfarrer wohl für die nächsten fünf Jahre: "Wir dürfen mit 70 Jahren vielleicht in den Ruhestand gehen. Das habe ich auch vor." Nicht etwa aus Lustlosigkeit – Klamt will auch im Ruhestand weiter aushelfen. "Aber man muss realistisch sein. Irgendwo ist die physische Grenze und ich habe ja jetzt schon kleinere Probleme. Wenn ich mich überarbeite, helfe ich niemandem."

Seine Berufung ist für Klamt "eine wunderschöne Aufgabe" – wenn man sie richtig dosiert. "Dann kann man dieses Amt mit Leben füllen", sagt er. Pegnitz hält er an diesem Punkt in seinem Leben für den idealen Arbeitsplatz: "Die Verantwortung, die ich hier habe, kann ich verkraften. Das ist überschaubar." Die Verwaltungsaufgaben seien der ungeliebte Teil des Berufes, "aber die kann ich vermutlich in den nächsten Jahren schon in andere Hände legen". Die Diözese plane, einen neuen Verwalter einzustellen.

Seinen Geburtstag heute will Klamt nicht groß feiern. "Ich weiß nur, dass ich am Nachmittag einen Gottesdienst halte und danach mit meiner Familie essen gehe." Ansonsten wisse er gar nicht, wie der Tag wird. "Und das ist gut so."

 

JULIAN SEIFERTH

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