Freitag, 22.01.2021

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Pläne vorgestellt: So könnten Ahorntaler Hort und Krippe aussehen

Zielfindungsprojekt: Architekt stellt dem Gemeinderat die Planungen für den künftigen Neubau vor. - 28.11.2020 14:55 Uhr

Der geplante Neubau von Hort und Krippe soll sich über zwei Etagen erstrecken.

27.11.2020 © Grafik: Holzmüller und Detsch


"Bei diesem Zielfindungsprojekt geht es darum, Maßstäbe und Rahmenbedingungen zu setzen", so Detsch. Dazu gehörten das Klären von Fördermöglichkeiten ebenso wie Kosten- und Terminrahmen, Geschossigkeit, der Außenbereich sowie mögliche Zufahrten zum Gebäude.

Jeweils zwei Gruppen

Geplant sind zwei Hortgruppen mit jeweils 25 und zwei Krippengruppen mit jeweils zwölf Plätzen. Die Gesamtfläche des zweigeschossigen Gebäudes beträgt 552 Quadratmeter. Davon entfallen 333 Quadratmeter auf die gemeinsamen Funktionsräume wie Küche, Personalräume, Speiseraum, Personal-WC, Heizung, Technik und Mehrzweckraum. Auf den Hort entfallen 236 Quadratmeter mit zwei Gruppenräumen, WC, Spielflur, Lager sowie Werk- und Therapieraum. Die verbleibenden 304 Quadratmeter der Krippe enthalten ebenfalls zwei Gruppenräume, zwei Bäder, zwei Garderoben, Waschraum, Therapieraum, Lager, Spielflur und einen Raum für Kinderwagen. "Von dieser Fläche sind 511 Quadratmeter förderfähig, es können aber zehn Prozent überschritten werden, wenn integrativ gearbeitet wird", so Detsch. Die Kosten für den Hort belaufen sich auf gut 980 000 Euro, für die Krippe auf gut 1,19 Millionen Euro und für die Allgemeinräume auf knapp 1,18 Millionen Euro. "Die Gesamtkosten betragen somit 3,34 Millionen Euro", so der Architekt, "mit allem, vom Bau bis zur Ausstattung und Einrichtung."

Im Untergeschoss ist die Krippe, im Obergeschoss der Hort eingeplant. Die Gemeinschaftsräume verlaufen über beide Etagen. Der bestehende Spielplatz gehört zum Außenbereich des Hortes. Die Krippe bekommt einen Außenbereich seitlich. Die Zufahrt und die Parkplätze für die Krippe liegen auf der gegenüberliegenden Seite. Somit könnten die Hol- und Bringzeiten entzerrt werden. "Die Hortkinder brauchen einen kurzen Zugang von der Schule, müssen nah dran sein", so Detsch weiter. Offen sei noch die Dachform, es sei sowohl Flach- als auch Sattelform denkbar.

"Wir haben einen sportlichen Zeitplan bis Ende 2022", so Bürgermeister Florian Questel (Grüne), "ist der realistisch?" Man habe das ganze Projekt vom Spatenstich bis zur Fertigstellung im Griff, so Detsch. Offen sei, ob es einen Bebauungsplan brauche und wann es die Förderzusagen gebe. "Die zuständigen Stellen sind momentan überlastet", so der Architekt. Aber wenn das alle passe, sei der Zeitplan einzuhalten.

Große Grundflächen

Auf die Frage von Sebastian Knauer (CWU), ob der geplante Standort ideal sei, reagierte Detsch damit, dass es keine Bedenken gebe, man habe große Grundflächen. Auf Nachfrage von Werner Büttner (CSU) unterstrich Detsch den Vorteil der geplanten Holzbauweise mit anderen Wandelementen. Die sichtbaren Holzflächen im Innenbereich würden eine warme Atmosphäre schaffen. Und man müsse auch an Nachhaltigkeit denken. Eine Holzständerbauweise halte er unter anderem wegen der Verklebungen für bedenklich. Verwendet werde Fichte, so Detsch auf Nachfrage von Johannes Knauer (CWU). Diese werde innen gewachst und sei somit robust. In Teilbereichen könne das Holz auch verkleidet werden. Auch an der Außenfassade sei von Putz bis Platten alles möglich. "Aber das Grundmaterial muss hochwertig sein."

Eine Erweiterung sowohl durch Aufstockung als auch in der Fläche sei möglich, so Detsch. "Die Grundfläche ist groß genug." Zu überlegen sei noch, wenn man eine Photovoltaikanlage installieren wolle, ob es ausreichend Bedarf für den produzierten Strom gebe. Was die Wärmeversorgung angeht, ergänzte der Bürgermeister, dass man das geplante Gebäude in das Wärmekonzept des ebenfalls neu entstehenden Rathauses einbinden wolle.

Das Gremium zeigte sich abschließend sehr überzeugt von dem Konzept. Zeitnah will der Gemeinderat mit dem Architekten vergleichbare Einrichtungen aus der Referenzliste anschauen. Grundsätzlich soll das Thema "Kinderbetreuung" in den nächsten Sitzungen weiter behandelt werden.

FRAUKE ENGELBRECHT

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