Donnerstag, 02.04.2020

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Plecher Christen sind mit Gottesdiensten zufrieden

Plechs evangelische Christen sind mit den Gottesdiensten, die das Team um Pfarrer Christoph Weißmann organisiert, zufrieden. - 26.01.2020 08:55 Uhr

Zu den ganz besonderen Angeboten in Plech zählen Andachten in der Weidenkirche – hier ein Bild vom seinerzeitigen Eröffnungs-Gottesdienst. Umfang und Zeiten der Gottesdienste sollen, so zeigt eine aktuelle Umfrage, beibehalten werden. © Archivfoto: Brigitte Grüner


Die Umfrage war detailliert. Es ging unter anderem darum, was den Menschen am Gottesdienst wichtig ist, was sie sich inhaltlich von Predigten erhoffen und ob die derzeitigen Termine beziehungsweise Anfangszeiten der Gottesdienste so, wie sie sind, angenommen werden.

"Insgesamt ist die ganz große Mehrheit sehr zufrieden", heißt es nun als Fazit im Gemeindebrief. Christoph Weißmann meint dazu: "Der Rücklauf zur Umfrage hielt sich in Grenzen – aber der überwiegende Teil derer, die geantwortet haben, möchte, dass Gottesdienstzeiten und -angebot so bleiben, wie sie sind."

Ein Drittel der Befragten sorgt sich gleichwohl um das Team im Allgemeinen und den Pfarrer im Besonderen, weil das Plecher Gottesdienstangebot auch im Vergleich mit anderen Gemeinden sehr umfangreich und vielfältig ist – daraus resultiert der Vorschlag zu Kürzungen.

Aus dem breitbandigen Angebot wird das Bemühen spürbar, möglichst vielen etwas zu bringen und Kirche für die Gläubigen attraktiv zu halten. "Bisher können wir das noch stemmen", betont Weißmann. Der Kirchenvorstand hat angesichts der Umfrage-Ergebnisse immerhin beschlossen, dass es in diesem Jahr am Karfreitag nur noch einen Gottesdienst zur Todesstunde Jesu geben wird; gleiches gilt für den Abendgottesdienst am Buß- und Bettag.

Die Gottesdienstzeiten in Plech und Riegelstein sollen bleiben wie gewohnt, also sonntags um 9.30 Uhr – die angedachte Verschiebung auf 10 Uhr war ein Vorschlag, der keine Mehrheit fand. Dies gilt auch für die Anfangszeit 19 Uhr.

Die musikalische Gestaltung soll von den gemeindeeigenen Gruppen und Chören bestritten werden. Der Mix von Tradition und Moderne, von Orgelmusik und Band-Beiträgen soll beibehalten werden.

Was auf jeden Fall bleibt und was viele Plecher Gemeindemitglieder als zentral empfinden, ist die persönliche Ansprache inklusive Begrüßung und Verabschiedung bei den Gottesdiensten. Besondere Gottesdienste für junge und alte Menschen und auch gemeinsame Veranstaltungen sind beliebt und bleiben deshalb ebenso im Programm wie die Angebote für Familien und junge Erwachsene sowie die Zeit für Stille und Gebet. Die Folge: Sparmaßnahmen, Streichungen soll es bei den Gottesdiensten laut Pfarrer Weißmann nicht geben. Obwohl auch in Plech spürbar wird, dass das Interesse an Kirche sinkt. Es fehlt bei Pfarrerinnen und Pfarrern an Nachwuchs. "Noch können wir aber alles umsetzen, was wir uns vornehmen", betont Pfarrer Weißmann, der die eigene Arbeit regelmäßig hinterfragen will.

hvd

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