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Sonntag, 21.07.2019

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Plecher Kirchweih im Schatten des Pannenbaums

Malheur verdirbt der Kirwajugend aber nicht die Freude aufs Fest 2019 - 25.11.2018 19:23 Uhr

Die Pegnitzer Feuerwehr musste mit ihrer Drehleiter anrücken, um den abgerissenen Schmuck am Kirchweihbaum wieder zu befestigen. © Richard Reinl


Vorsitzender Maximilian Achatz geht die Dinge entspannt an. Bei der Versammlung, die für 19 Uhr angesetzt war, wird auch auf Bürgermeister Karlheinz Escher (ÜWG) gewartet, der erst ab 20 Uhr abkömmlich ist, um die Vereinsführung, wie es die Satzung vorsieht, zu entlasten.

Im Kirwajahr 2018 lief alles wie immer, das heißt: beinahe wie immer. Ab sieben Wochen vor Beginn der Kirchweih Ende August treffen sich die rund 30 aktiven Kirwamacher wöchentlich, um für die traditionelle Feier alles vorzubereiten. Da werden die Kirwalieder geprobt, Organisatorisches wie Kuchen- und Essenslisten erstellt und die anfallenden Arbeiten während der fast einwöchigen Festivität verteilt. Es ist ein eingespieltes Team, das diese aufwendige Organisation jedes Jahr mit viel Engagement und Erfahrung stemmt.

Die jungen Männer und Frauen bereiten vom Holen des Baumes über den Festplatzaufbau bis hin zur Reinigung die notwendigen Aufgaben in guter Zusammenarbeit mit den anderen Ortsvereinen vor. Vor allem der Sportverein und die Feuerwehr stehen mit Rat und Tat zu Seite. Auch Eltern und andere Kirwasympathisanten, ohne deren Küchla und Kuchen der Kirwasonntag kein richtiger wäre, sind alljährlich mit von der Partie.

Dieses Jahr hatten die Plecher zwar zum Austanzen am Sonntag Glück mit dem Wetter, doch ist ihnen beim Baumaufstellen ein neuerliches Malheur passiert. Eine Kette des Kranzes, mit dem der Baum geschmückt wird, riss und man musste die Pegnitzer Feuerwehr mit ihrer Drehleiter holen, um den Schmuck wieder zu befestigen. Nach dem Zwischenfall 2017, bei dem wie berichtet die Baumspitze abgebrochen war und ein Baumkletterer in spektakulärer Aktion die abgebrochene Spitze barg und eine Ersatzspitze mit Spanngurt anbrachte, fand man den Kettenriss alles andere als erfreulich.

Jüngere gezielt ansprechen

Das trübt bei den Plechern aber keineswegs die Vorfreude auf die Kirwa 2019. "Wir hoffen auf gutes Wetter fürs Fest und eine weiterhin gute Zusammenarbeit mit den anderen Vereinen im Ort. Ohne die wäre das gar nicht möglich", so der 22-jährige Achatz. Auch um den Nachwuchs will sich der Verein im kommenden Jahr verstärkt kümmern. "Wir merken es wie andere Vereine auch, dass die Jüngeren nicht mehr automatisch nachkommen", so Kassier Pia Lassahn.

Neben der Vorbereitung und Durchführung des Kirchweihfestes organisiert der Verein auch gesellige Veranstaltungen, wie die diesjährige Südti-rolfahrt im Oktober, bei der Almabtrieb und Weinfeste auf dem Pro-gramm standen. Für Spaß sorgte auch das jährliche Workcamp, bei dem Jugendlichen, die aus fernen Ländern von Amerika bis Japan kommen, hiesiges Brauchtum vermittelt wird.

Es gibt viel zu tun in dieser entspannten Gemeinschaft. Wer Lust hat mitzumachen, kann sich auf der Homepage kirwa-plech.de oder der Facebook-Seite Kirwa Pelch informieren und auch gleich anmelden. 

GISELA LEINBERGER

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