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Donnerstag, 23.01.2020

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Poller sollen Falschparker stoppen

Halteverbot am Marktplatz wird oft missachtet. Geschäftsleute kritisieren absolutes Halteverbot am Rathaus. - 05.12.2019 18:11 Uhr

Von einer „Verstümmelung der aufwändig renovierten Stadt“ sprach Bürgermeister Joachim Neuß mit Blick auf die wilde Parkerei auf Gehwegen oder am Marktplatz. Zusätzliche Poller sind bestellt.


CSU-Sprecher Herbert Appl brachte die Diskussion in der Fragestunde nach der jüngsten Stadtratssitzung in Gang. Er sei mehrfach auf das absolute Halteverbot zu beiden Seiten des Rathauses angesprochen worden.

An Umsätzen spürbar

Geschäftsleute hätten ihm gegenüber geklagt, dass das Halteverbot an den Umsätzen direkt spürbar sei. "Vielleicht sollte man das nochmals überdenken", so Appl. Bürgermeister Joachim Neuß wies darauf hin, dass das Parkraumkonzept im Bau-, Verkehrs- und Umweltausschuss des Stadtrats einmütig verabschiedet wurde.

Josef Lehner (CUU) plädierte für einen zweiten Behindertenparkplatz in der Nähe der Sparkasse. Zwei solcher Plätze gebe es bereits, so der Rathauschef. Er bitte um Vorschläge, wo zusätzliche breitere Stellflächen möglich sind. Bei Menschen mit Behinderung sei die Parküberwachung ohnehin tolerant.

"Die Blechlawine holt den Marktplatz zurück!", ärgerte sich Bürgermeister Neuß. Wenn die Blumenkübel der Stadt nach einer Veranstaltung nicht schnell genug wieder aufgestellt werden, gäbe es gleich wieder Schrägparker. "Das ist nicht vorgesehen!" Die Parküberwachung könne nicht immer vor Ort sein, um die "Verstümmelung der aufwändig renovierten Innenstadt" zu monieren, so Neuß.

Er habe bereits Poller bestellt, um das Parken am Rand des Marktplatzes zu erschweren. "Die Bürger verstümmeln ihre eigene Stadt", drückte sich der Rathauschef aus. Selbst unter dem Christbaum werde geparkt. Das werde nicht toleriert.

BRIGITTE GRÜNER

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