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Pottenstein: Rettungshund Bine findet Pilzesammler

Mann war beim Sammeln gestürzt und kam nicht mehr nach Hause - Großaufgebot an Helfern sucht Verletzten - 11.08.2017 09:54 Uhr

Der Rettungshund Bine findet verletzten Pilzsammler aus Pottenstein.

11.08.2017 © NEWS5 / Merzbach


Pilzsammeln gilt eigentlich nicht als gefährliches Hobby, sofern sich der Beutejäger gut mit den einzelnen Sorten auskennt. Jedoch gilt es beim Suchen im Wald auf die eigene Sicherheit und den Weg zu achten.

Diese schmerzvolle Erfahrung musste auch ein 68-Jähriger am Donnerstagnachmittag in einem Waldstück beim Pottensteiner Ortsteil Vorderkleebach machen: Er stürzte gegen 16 Uhr am Nachmittag und konnte den Heimweg aus eigener Kraft nicht mehr bewerkstelligen.

Nachdem der Mann von seinem Ausflug ins Grüne nicht mehr zurückkehrte, wurde befürchtet, dass ein Unglück geschehen sei. Seine beiden Söhne machten sich auf, um ihn zu suchen. Das Auto des Vaters fanden sie in einem Waldstück bei Vorderkleebach. Da von ihrem Vater aber jede Spur fehlte, wurde um 21.20 Uhr die Polizei verständigt. Die Pegnitzer Polizisten leiteten daraufhin sofort eine Suchaktion ein.

Die Absuche gestaltete sich jedoch äußerst schwierig, da der Wald von Wassergräben, steilen Böschungen und teilweise dichtem Gestrüpp durchzogen war. Neben zahlreichen Kräften des Roten Kreuzes und der Johanniter war auch die Bergwacht Pottenstein im Einsatz. Bei der Suche waren auch sechs Mantrailer- und Flächensuchhunde eingesetzt.

Mit dabei waren Silvia Lauterbach von der Rettungshundestaffel Mittelfranken und ihre Hündin „Bine“. Genauso wie viele andere suchten die beiden das ihnen zugeteilte Gebiet ab und hatten rund zehn Stunden nach dem Unfallgeschehen das Glück den Gestürzten zu finden. Das war gegen 1 Uhr nachts, etwa 500 Meter nordöstlich des geparkten Autos des Mannes.

Der Vermisste war im Wald gestürzt und kam aufgrund einer Vorerkrankung nicht mehr alleine auf die Beine. Dabei hat er sich nur leichtere Verletzungen zugezogen und war ansprechbar. Jedoch war er bereits stark unterkühlt und musste deshalb von der Bergwacht aus dem schwierigen Terrain geborgen werden.

Anschließend wurde er vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht, wo er stationär aufgenommen wurde. Die freiwilligen Feuerwehren der umliegenden Ortschaften waren ebenfalls alarmiert und bereits im Feuerwehrhaus Poppendorf in Bereitschaft gegangen. 


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nb

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