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Pottenstein und Auerbach bleiben zusammen

Erleichterung im Dekanat: Neueinteilung belässt es bei bisher kooperierenden Pfarreien — Neuhaus und Hartenstein kommen dazu - 30.11.2018 07:56 Uhr

„Glück Auf“ für den Seelsorgebereich Auerbach: Die Pfarreien der bisherigen Bereiche Pegnitz, Pottenstein und Auerbach bleiben unter einem Dach, ergänzt durch Hartenstein und Neuhaus/Pegnitz. © Brigitte Grüner


Mit dieser Entscheidung ist die im Sommer angedachte Lösung, die Pfarreien im Raum Pottenstein mit dem Bereich Hollfeld zusammenzulegen, zu den Akten gelegt. "Wir haben keinerlei Kontakte und Beziehungen in Richtung Hollfeld", hatte der Vorsitzende des Pfarrgemeinderats Patrick Pospischil Anfang September in einem NN-Interview gesagt. Auch die Vorsitzende des Dekanatsrats, Sonja Schwemmer, fand damals deutliche Worte: "Damit kirchliche Zusammenarbeit gelingen kann, sollten und müssen wir uns an den gewachsenen Lebensräumen der Gläubigen orientieren. Künstlich geschaffene Konstellationen bieten wenig Raum für aktives Glaubensleben."

Freude bei Beteiligten

Auch seien die Pfarreien im Dekanat Auerbach gut vernetzt und arbeiten seit Jahren gut zusammen. Der Seelsorgebereich Pottenstein und das Dekanat Auerbach hatten ihren Wunsch, auch in Zukunft unter einem "kirchlichen Dach" bleiben zu dürfen, Anfang September nochmals an Erzbischof Ludwig Schick und Domkapitular Heinrich Hohl von der Stabsstelle "Diözesane Entwicklung" übermittelt. Nun sind alle Beteiligten froh, dass die Entscheidung in Bamberg in ihrem Sinne ausgefallen ist. Dem Bereich mit dem Arbeitstitel "Auerbach" gehören 22 133 Katholiken an. Diese werden von 8,87 Priestern und pastoralen Mitarbeitern betreut.

Die folgenden Pfarreien und Filialen werden zusammengefasst: Auerbach, Bernheck, Büchenbach, Creußen, Elbersberg, Gunzendorf, Hartenstein, Hohenmirsberg, Kirchenbirkig, Kühlenfels, Leups, Michelfeld, Neuhaus/Pegnitz, Neuzirkendorf, Pegnitz, Pottenstein, Ranna, Schnabelwaid, Thurndorf, Trockau und Troschenreuth.

Unmittelbarer Nachbar des Auerbacher Bereichs ist auch Bayreuth-Land, wo unter anderem die Pfarreien Hollfeld, Oberailsfeld und Waischenfeld integriert sind. Zum Bereich Fränkische Schweiz gehören die Pfarreien Gößweinstein, Obertrubach und zwölf weitere Gemeinden. Im Süden schließt der Bereich Nürnberger Land an, die frühere seelsorgerliche Heimat der Pfarreien Hartenstein und Neuhaus/Pegnitz.

Von 95 zu 35 Bereichen

Insgesamt wurden 35 Bereiche mit knapp 692 000 Gläubigen neu strukturiert. Die Größen sind sehr unterschiedlich. Mit 10 104 Katholiken und 3,77 Vollzeitstellen ist der Bereich Lichtenfels-Ost am kleinsten. Am größten ist der Bezirk Nürnberg-Nord-Ost mit 36 414 Menschen und 8,55 Stellen.

Nach Gesprächen mit den pastoralen Teams und den Gremien vor Ort sowie nach vielen Sitzungen des Fachausschusses "Pastorale Strukturen" wurden aus den bisherigen 95 Seelsorgebereichen 35 gebildet, so die Pressestelle des Ordinariats. Die kirchen- und stiftungsrechtlichen Strukturen der bestehenden Pfarreien und Kuratien bleiben zunächst unverändert.

Bis zum Herbst 2019 sollen die Leitenden Pfarrer bestimmt sein. Dann werden durch die Ausfertigung der entsprechenden Dekrete die neuen Seelsorgebereiche in Kraft gesetzt. Bis dahin müssen aus 95 pastoralen Teams 35 gebildet und die Gremien angepasst werden.

Dabei solle das Ziel der Erhaltung einer ansprechenden Verkündigung, lebensdienlicher Gottesdienste, eines froh machenden Gemeinschaftslebens und guter Caritas immer im Blick sein, so Erzbischof Ludwig Schick. Jeder Seelsorgebereich soll künftig einen hauptamtlichen Verwaltungsleiter erhalten, der die Priester von Verwaltungsaufgaben entlastet.

BRIGITTE GRÜNER

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