Besondere Verdienste

Pottensteiner Feuerwehrmänner geehrt

27.10.2021, 15:00 Uhr
Die Floriansjünger (v. l.) Stadtbrandinspektor Ewald Pfänder, Kreisbrandinspektor Pottenstein, Stefan Steger und Kreisbrandrat Hermann Schreck wurden geehrt.

Die Floriansjünger (v. l.) Stadtbrandinspektor Ewald Pfänder, Kreisbrandinspektor Pottenstein, Stefan Steger und Kreisbrandrat Hermann Schreck wurden geehrt. © Foto: Ralf Münch

Ewald Pfänder, Stadtbrandinspektor bei der Bamberger Feuerwehr, ist 1978 in die Bamberger Feuerwehr eingetreten. Seit 1996 ist er im Gremium des Vorstands- und Verwaltungsrates tätig. Am 14. November 2012 hat er dann die Aufgabe des Stadtbrandrates von Bamberg übernommen. "Sowohl beim Großbrand bei der Firma Vedag, als auch beim Brandeinsatz in der Mälzerei oder beim Gefahrgutunfall auf der B 505 übernahmen Sie immer die volle Verantwortung und waren in vorbildlicher Weise für die Einsatzkräfte im Zentrum des Geschehens zu finden", sagt Heidrun Piwernetz. Besonders hob sie außerdem sein hohes Engagement bei der Ausbildung der Feuerwehrjugend und die ständige Weiterbildung seiner Mannschaftskameraden hervor.

Der Pottensteiner Stefan Steger ist 1993 in die Feuerwehr Pegnitz eingetreten. Wegen seines überdurchschnittlichen Einsatzes und seines kameradschaftlichen Verhaltens sei ihm schnell Vertrauen und Anerkennung entgegengebracht worden. "Von 1997 bis 1998 waren Sie als stellvertretender Kreisjugendsprecher des Landkreises Bayreuth tätig. Seit 2009 haben Sie die Aufgabe des Bezirksjugendfeuerwehrwartes von Oberfranken übernommen. Mit Ihrer Kompetenz begeistern Sie die Jugend für den Feuerwehrdienst und leisten einen wertvollen Beitrag zur Verbesserung der Jugendarbeit", so Piwernetz.

2017 wurde er zum Kreisbrandinspektor bestellt. "Bei zahlreichen Einsätzen konnten Sie Ihre Führungsqualitäten unter Beweis stellen. Hervorheben möchte ich Ihren unermüdlichen Einsatz bei der Corona-Pandemie, wo Sie die Verantwortung für die Lagerverwaltung und Organisation übernommen haben", sagt die Regierungspräsidentin weiter. Auch Harald Schöberl, Kreisbrandinspektor in Plech, erhielt die Auszeichnung. Er trat 1989 in die Feuerwehr Plech ein. Über viele Jahre bekleidete er das Amt des Kommandanten der Feuerwehr Plech. Ab 2006 übt er das Amt des Kreisbrandmeisters aus. 2008 wurden er wegen besonderer Führungsqualitäten zum Kreisbrandinspektor Ausbildungsinspektion im Landkreis Bayreuth bestellt – ein Amt, das er bis heute ausübt.

Piwernetz: "In der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr und bei Einsatzlagen mit erhöhtem Koordinierungsbedarf leiten Sie die Kreiseinsatzzentrale und sind verantwortlich für die Unterstützungsgruppe des örtlichen Einsatzleiters des Landkreises Bayreuth. Unter Zurückstellung eigener Interessen setzen Sie sich stets zum Wohl der Feuerwehren, der Gemeinden und der Einwohner auch über die Grenzen des Landkreises Bayreuth hinaus ein."

Eine weitere Ehrung wurde Stefan Püls, Kreisbrandinspektor in Bad Rodach, zuteil. 1986 ist er in die Feuerwehr Bad Rodach eingetreten, wo er 2006 zum stellvertretenden Kommandanten gewählt wurde.

Seit 2010 gehört er dem Führungsteam der Feuerwehren des Landkreises Coburg an, zunächst als Kreisbrandmeister und aktuell in der Funktion des Kreisbrandinspektors.

"Die Weiterentwicklung der Jugendfeuerwehren im Landkreis Coburg ist Ihnen ein besonderes Anliegen. In den über zehn Jahren als stellvertretender Kreisjugendwart haben Sie diesen Bereich geprägt und erfolgreich geführt. Als Kreisbrandinspektor des Landkreises Coburg haben Sie die Aufgabe als ständiger Vertreter des Kreisbrandrates übernommen", so Piwernetz.

Das höchste Ehrenzeichen, welches "für besondere Verdienste um das Feuerwehrwesen oder bei der Bekämpfung von Bränden oder sonstigen Notständen" verliehen werden kann, darf in Zukunft auch vom Stadtbrandmeister in Kulmbach, Michael Weich, getragen werden. Er trat 1978 als aktives Mitglied in die Feuerwehr Kulmbach ein. Die Wahl zum Stadtbrandmeister und stellvertretenden Kommandanten erfolgte im Jahr 2000, wobei er bereits 2018 für 40 Jahre aktive Dienstzeit mit dem Ehrenzeichen in Gold geehrt wurde.

"Aufgrund Ihres Fachwissens, welches Sie durch den Besuch einer Vielzahl von Lehrgängen an den staatlichen Feuerwehrschulen permanent erweiterten und vertieften, haben Sie sich im Laufe Ihrer Dienstzeit größte Wertschätzung erworben. Diese Wertschätzung gilt auch Ihrem besonderen Einsatz, bei dem Sie im Jahr 2019 unter Einsatz Ihres Lebens und ohne lange zu zögern ein kleines Kind bei einem Wohnungsbrand gerettet haben", sagt die Regierungspräsidentin in der Laudatio.

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