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Pottensteiner Unternehmen zieht nach Pegnitz

Baufirma Fuchs will am neuen Standort zusätzliche Arbeitsplätze schaffen - 22.08.2019 12:00 Uhr

Die Pottensteiner Baufirma Fuchs zieht wegen Platzmangels nach Pegnitz um. Am neuen Standort ist zusätzlich eine Fertigungslinie für Holzständerwände geplant. © Foto: Klaus Trenz


Eine gute Sache für Pegnitz — da waren sich die Stadträte einig. 30 bis 50 neue Arbeitsplätze werde es geben, wenn sich die "sehr zuverlässige" Baufirma in Pegnitz niederlasse, so Bürgermeister Uwe Raab (SPD). Ganz so neu und zahlreich werden die Arbeitsplätze nicht sein, zumindest fürs Erste nicht, wie Geschäftsführer Michael Altmann sagt.

"Wir ziehen aus Pottenstein nach Pegnitz um. Alle zehn Angestellten kommen mit." Perspektivisch könnte sich die Zahl in Zukunft verdoppeln. Neu entstünden fast nur handwerkliche Jobs. Außerdem noch Jobs für zwei Fahrer und einen Büroangestellten.


Bis zu 50 Arbeitsplätze: Stadtrat gibt grünes Licht für den Umzug


Darum zieht Fuchs-Bau nach Pegnitz

Grund für den Umzug sei der Platzbedarf des Bauhofes, so Altmann: "Wir sind in Pottenstein zuletzt gewachsen, jetzt brauchen wir mehr Hallenflächen. Uns ging einfach der Platz aus." Die Fläche in Pegnitz sei deutlich größer, zumindest doppelt so groß wie die in Pottenstein. Darauf soll ein Bauhof entstehen, darüber hinaus ist eine Lagerfläche geplant.

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Die Firma Fuchs Bau, die bis einschließlich Mai noch unter dem Namen "Backer Bau" firmierte, hat ihren Hauptsitz in der sächsischen Kleinstadt Hainichen. Dort sitzt auch Geschäftsführer Altmann. In der Außenstelle in Pottenstein ist vor allem die Schalungsabteilung beheimatet. Dort werden große Betonbauteile in eine Form gebracht, in der sie auf der Baustelle letztendlich verwendet werden. Mit dem Umzug nach Pegnitz soll dieses Angebot erweitert werden. Neben der Schalungsabteilung soll durch die Schaffung einer Schreinerei außerdem ein Holzkompetenzzentrum entstehen. Den Bau wird die Firma selbst übernehmen. "Das ist ja genau unsere Kompetenz", sagt Altmann. Was das Projekt kosten soll, ist laut Altmann noch nicht abschließend ermittelt.

Pottensteiner Bürgermeister hat eine Alternative

"Wir hätten Fuchs Bau gerne weiterhin in Pottenstein gehabt", gibt Bürgermeister Stefan Frühbeißer (CWU-UWV) zu. "Wir wollen die Arbeitsplätze immer hier halten."

Andererseits zeigt er sich erleichtert darüber, dass die Jobs die Region nicht verlassen, sondern nur nach Pegnitz umziehen. Er habe bereits seit geraumer Zeit mit der Firma in Verhandlungen gestanden. "Ich wusste, dass sie mehr Platz brauchen. Wir haben uns gemeinsam auf die Suche nach einer geeigneten Fläche gemacht", so Frühbeißer.

Die Suche blieb in Pottenstein aber ohne Erfolg. "Was Fuchs wollte war unter anderem aufgrund der mangelnden Bereitschaft von Grundstückseigentümern und zu hohen finanziellen Forderungen nicht möglich", erklärt der Bürgermeister.

Also suchte die Baufirma Alternativen, bis sie schließlich in Pegnitz fündig geworden sei. Er ist aber optimistisch, den Verlust abfangen zu können: Der Abgasklappenhersteller Klubert und Schmidt wolle sich "beträchtlich erweitern". Zu den unterschiedlichen Zahlen von neuen Arbeitsplätzen teilt Bürgermeister Uwe Raab mit: "In der Auskunft von der Fuchs Bau wurden nur die Arbeitsplätze am Bauhof genannt, allerdings wurde nicht berücksichtigt, dass am neuen Standort in Pegnitz zusätzlich eine Fertigungslinie für Holzständerwände geplant ist."

Voraussichtliche Umzugstermin steht fest

Es werde also in den Bereichen "Bauhof" und "Fertigungslinie Holzständerwände" perspektivisch mit 30 bis 40 Mitarbeitern gerechnet. Er habe nach Angabe der Firma im Stadtrat von 30 bis 40 gewerblichen und fünf kaufmännischen Arbeitsplätzen gesprochen. Der Bezugstermin werde voraussichtlich im dritten Quartal 2020 erfolgen.

Neben der Ansiedlung und Schaffung von Arbeitsplätzen werde Pegnitz von mehr Gewerbesteuereinnahmen und dem Zuzug von Bevölkerung profitieren. 

JULIAN SEIFERTH

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