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Sonntag, 15.09.2019

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Priesterberuf hat stets Spaß gemacht

Der beliebte Pfarrer Hans Stiefler geht nach 29 Jahren in Hochstahl in den Ruhestand. - 24.08.2019 09:01 Uhr

Hans Stiefler in „seiner“ Pfarrkirche Sankt Johannes der Täufer in Hochstahl. Am 31. August verabschiedet sich der 59-jährige Geistliche mit einem Gottesdienst von seiner Gemeinde. © Foto: Thomas Weichert


Etwas Wehmut schwingt mit, wenn der gebürtige Pottensteiner auf sein halbes Leben als Pfarrer in Hochstahl zurückblickt. Es sind zum einen gesundheitliche Gründe, die Stiefler zu dem Schritt bewogen haben. Zum anderen aber auch die Neustrukturierung der Pfarreien Hollfeld und Waischenfeld: Im Pfarrverbund Fränkische Schweiz Nord sind zukünftig nur noch drei Priester und zwei pastorale Mitarbeiter vorgesehen.

Woanders wollte Stiefler in seinem Alter keine Pfarrstelle mehr antreten, was er wegen seiner Heimatverbundenheit schon früher immer abgelehnt hatte. Stiefler wird vorläufig in sein Elternhaus und zu seiner Mutter nach Waidmannsgesees bei Pottenstein ziehen. Der Priesterberuf habe ihm immer viel Spaß gemacht und ein Stück weit war er auch Berufung. Denn schon als Kind wurde er durch seinen Heimatpfarrer Christoph Fischer in Pottenstein geprägt. Durch ihn erfuhr er im Glauben Heimat und Geborgenheit, was er dann später als Seelsorger auch den Menschen vermitteln wollte. Ganz besonders wichtig waren und sind Hans Stiefler dabei die Kinder und Jugendlichen.

Nicht nur als Pfarrer, auch als Religionslehrer an den Schulen in Waischenfeld oder Plankenfels war es ihm wichtig, dass gerade die Kinder und Jugendlichen im Glauben diese Heimat und Geborgenheit erfahren, aber auch ihre eigene Heimat, die Fränkische Schweiz besser kennenlernen. Hochstahl und die Menschen haben sein Leben geprägt, sagt Stiefler, für den der Höhepunkt seines Berufslebens nach der Priesterweihe 1988 im Bamberger Dom durch den damaligen Erzbischof Elmar Maria Kredel sein 25-jähriges Priesterjubiläum in Hochstahl war.

Interesse an Theologie

Ein Sozialpraktikum absolvierte er 1985 im Kindergarten Waischenfeld, 1980 begann Stiefler in Bamberg zunächst mit einem Geschichtsstudium mit dem Schwerpunkt Kirchengeschichte, was sein Interesse an der Theologie und dem Priesteramt weckte. Nach einem Pfarrpraktikum in Hollfed im Jahre 1983 begann er Theologie zu studieren. Danach war er für zwei Jahre Kaplan in Höchstadt an der Aisch, bis er 1990 zum Pfarrer von Hochstahl ernannt wurde.

Pläne für seinen Ruhestand hat Stiefler auch schon. Er will wandern und lesen und seinem großen Interesse für die Natur und die Tiere mehr Zeit widmen als bisher. Vorgenommen hat er sich für nächstes Jahr, sich bei einer Uni für ein Seniorenstudium einzuschreiben, um die Verhaltensweisen von Tieren zu studieren.

Ich wollte in

meinem Alter

keine Pfarrstelle

mehr antreten 

THOMAS WEICHERT

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