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Montag, 14.10.2019

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Probleme mit der Toilettentür im Alten Rathaus

Pegnitzer Seniorenbeirat kritisiert, dass der Münzautomat zu wenig Zeit für Rollstuhlfahrer lässt - 22.05.2019 20:57 Uhr

Als zu kurz für Rollstuhlfahrer erachtet der Seniorenbeirat die acht Sekunden Zeit, die der Münzautomat zum Öffnen der Tür zur öffentlichen Toilette lässt. © Richard Reinl


In der jüngsten Sitzung des Seniorenbeirats hakte man bei verschiedenen Themen nach. In Sachen Friedhof seien die Anregungen des Seniorenbeirats mittlerweile umgesetzt worden. Die Tragehilfen seien angeschafft und der Handlauf an die Treppe sei montiert worden. "Darüber hinaus wurde auch die gewünschte Sitzbank am Grabfeld aufgestellt", so Murr. "Was jetzt natürlich noch aussteht, ist die grundlegende Sanierung des Friedhofs", so der Hinweis von Bürgermeister Uwe Raab. Die Wegweiser zum Friedhof sollen in nächster Zeit aufgestellt werden.

Keine Neuigkeiten gibt es zur Idee, dass das Pegomobil den Zipser Berg anfährt, sagte Reinhard Chwalka. Man wolle zunächst sehen, wie sich die neue Linienführung macht. Die Anbindung des Zipser Bergs, sei eine schwierige Angelegenheit, weil man "da mit dem Ein-Stunden-Takt nicht hinkommt". Man müsste dazu die Linie komplett "neu aufmachen". Chwalka forderte, dass die Verbindung zum Krankenhaus verbessert wird.

Der Seniorenbeirat Pegnitz, von links: Herbert Bauernschmitt, Gudrun Deiml, Madeleine Schmidt, Sonja Wagner, Reinhard Chwalka und Sigrid Murr. © Foto: Klaus Trenz


Herbert Bauernschmitt bemerkte: In den Ortschaften sei man hinsichtlich des Pegomobils benachteiligt, da viele Bürger außerhalb von Pegnitz das Anruftaxi nehmen müssten und daher mehr belastet werden als Pegnitzer, weil es teurer sei. Der Seniorenbeirat war sich einig, dies zum Thema zu machen.

Bei der Ausweisung von seniorengerechten Radwegen ist man noch keinen Schritt weitergekommen. Murr erklärte, dass noch kein Termin mit den Bayerischen Staatsforsten zustande gekommen sei.

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Vier Balken wahren die Tradition des Pegnitzer Alten Rathauses

Von Anerkennung für einen nüchternen, mit allen technischen Raffinessen ausgestatteten Funktionsbau bis hin zum Ausruf "Oh Gott, ist das hässlich" reichten die Kommentare beim "Tag der offenen Tür" im Alten Rathaus der Stadt Pegnitz. Entstanden sind moderne Büroräume für das Einwohnermeldeamt und das Standesamt sowie eine öffentliche Toilette und ein schmuckloser Sitzungssaal, in dem vier historische Balken die Tradition eines der ältesten Pegnitzer Denkmale wahren, allerdings zum Großteil verdeckt durch riesige runde LED-Leuchten. Die Sanierung und barrierefreie Umgestaltung hat genau zwei Jahre in Anspruch genommen und knapp 1,5 Millionen Euro gekostet.


Sie kündigte an, künftig die Termine für Veranstaltungen des Seniorenbeirats früher festzulegen und mit anderen Vereinen und Organisationen abzustimmen. Die jüngste Veranstaltung zur Wohnraumberatung habe sich mit einem Vortrag der Alzheimergesellschaft überschnitten, was sie sehr bedauerte.

Der Seniorenbeirat machte Verbesserungsvorschläge für die Barrierefreiheit im sanierten Alten Rathaus. Bei der öffentlichen Toilette sei die Zeit, die der Münzautomat lässt, um die Türe zu öffnen, zu kurz. Innerhalb von acht Sekunden müsse die Türe geöffnet werden, wenn die Münze gefallen ist. Vor allem Rollstuhlfahrer hätten damit enorme Probleme.

Einem vom Seniorenbeirat vorgeschlagenen automatischen Türöffner, musste Raab eine Absage erteilen. Dies sei nur bei Türen mit waagrechter Oberkante möglich, die Tür zum öffentlichen WC sei aber eine Rundbogentür. Man sollte einfach die Zeit am Automaten verlängern, schlug Gudrun Deiml vor.

Für eine Unfallgefahr hält man die Rampe zur Toilette. Sie sei vor allem hin zum Springbrunnen sehr hoch und könne mit dem Anfang einer Treppe verwechselt werden. Einem Geländer stand Raab skeptisch gegenüber. Zum einen halten es Baufachleute für nicht notwendig, zum anderen diene der Absatz auch als Sitzgelegenheit. Der Beirat regte an, den rund 50 Zentimeter hohen Absatz mit Blumenkästen hervorzuheben.

Derzeit arbeitet der Seniorenbeirat an einer Neuauflage des gedruckten Seniorenwegweisers. Diesbezüglich bittet man Vereine und Institutionen darum, den Seniorenbeirat über eventuelle Änderungen von Daten zu informieren, was zum Beispiel Angebote, Öffnungszeiten oder Ansprechpartner betrifft. Redaktionelle Änderungen nimmt Sigrid Murr, Telefon 09241-7713 entgegen.

Eine schnelle Angelegenheit war die Neuwahl eines zweiten stellvertretenden Sprechers, nachdem Gerd Reinhardt aus dem Seniorenbeirat ausgeschieden ist. Einstimmig wurde Reinhard Chwalka zu dessen Nachfolger gewählt:

InfoDie nächsten Beratungsstunden finden jeweils am Donnerstag, 6. Juni (10 bis 11 Uhr), 4. Juli (10 bis 11 Uhr), 18. Juli (17 bis 18 Uhr), 1. August (10 bis 11 Uhr), 15. August (17 bis 18 Uhr) statt.

KLAUS TRENZ

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