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Raab-Grundstück in Mosenberg ist begehrt

Grund gehört Familie des Entertainers Stefan Raab - Gemeinde hat Interesse, Erbengemeinschaft würde verkaufen - 12.04.2017 17:07 Uhr

Das Raab-Grundstück liegt im Herzen von Mosenberg, bei den Glascontainern westlich der Bahnstrecke, linker Hand an der Straße in Richtung Feuerwehrhaus.

12.04.2017 © Screenshot: NN


Norbert Kieslinger hätte das rund 20.000 Quadratmeter große Grundstück schon interessiert. Sein Grund liegt neben dem Raab’schen. 2008 hat Kieslinger selbst gebaut und den Kontakt zu Josef Raab gesucht, der in Schwabach ein Hotel besitzt und die Erbengemeinschaft verwaltet, welcher das Grundstück gehört. Josef Raab ist Stefan Raabs Onkel.

Das Haus, das früher auf dem großen Grundstück gestanden hatte, ist das Elternhaus von Josef Raabs Mutter gewesen. Doch die Familie hat Mosenberg bereits in den 50er Jahren verlassen, sagt Josef Raab. Stefan Raab hat dort also nie gewohnt, sein Vater aber schon.

Für sein Bauvorhaben benötigte Kieslinger die Unterschrift der Grundstücksnachbarn, also auch die der Erbengemeinschaft. Als Kieslinger mit Josef Raab wegen der Unterschriften telefonierte, ging es auch um einen künftigen Verkauf des Grundes. "Aber preislich waren wir weit auseinander gelegen", sagt der 36-jährige Kieslinger. Das kann er aber nachvollziehen und meint: "Er hat in Schwabach ein großes Hotel, der ist anderes gewöhnt als in Mosenberg."

Wegen der Größe des Grundstücks habe Kieslinger Josef Raab empfohlen, sich wegen eines Verkaufs an die Gemeinde zu wenden. "Es wären schöne Baugrundstücke für die Gemeinde, preislich für Privatpersonen wie mich aber uninteressant", so Kieslinger, der Vorsitzender der örtlichen Feuerwehr ist. Josef Springer, Bürgermeister von Neuhaus, sagt, dass schon Bedarf an Baugrund in Mosenberg da sei. "Ich kann mich erinnern, dass Nachfragen da waren, ob Baugrundstücke in Mosenberg zur Verfügung stehen." Von den etwa 20.000 Quadratmetern Fläche seien 4000 für eine Bebauung interessant.

"Interesse bekundet"

Der Kontakt mit der Erbengemeinschaft gehe zurück auf das Jahr 2009. "Da haben wir unser Interesse an dem Grundstück bekundet", so Springer. Wieder war es das Geld, welches das Geschäft hat platzen lassen. "Wir haben in Mosenberg nicht sehr hohe Grundstückspreise. Ich kann nur den ortsüblichen Preis bieten." Einige Jahre später habe man sich nochmals erkundigt, ob die Erbengemeinschaft verkaufen würde. Ein Verkauf kann nur stattfinden, wenn sich alle Erben in der Gemeinschaft einig sind.

Laut Josef Raab will die Erbengemeinschaft den Grund abgeben. Wer das Grundstück kaufe, sei egal. "Wir verkaufen es auch an die Gemeinde. Das soll nicht teuer sein, aber was die Gemeinde geboten hat, war schon sehr wenig", sagt der Schwabacher. Da könne er es auch liegen lassen. Man sei sich schon darüber bewusst, dass es nicht so viel Geld dafür gebe, wegen der herrschenden Grundstückspreise.

Josef Raab mag und kennt Mosenberg gut. Zuletzt war er vor einem halben Jahr hier. "Wenn es nicht so weit weg wäre, würde ich selber hinziehen", sagt der 68-Jährige und lacht.

Luisa Degenhardt Redaktion Nordbayerische Nachrichten Pegnitz und Auerbach E-Mail

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