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Mittwoch, 26.06.2019

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Rathaus steht wegen Gregori-Alternative in der Kritik

Diskussion geht weiter - Bürgermeister Raab: "Hallen-Alternative für die Wirtin nicht relevant" - 24.05.2019 19:44 Uhr

So bunt und fröhlich sieht es aus, wenn die Kinder zu Gregori ihre Tänze abhalten. Über der diesjährigen Ausgabe des Festes am 4. Juni schwebt allerdings ein riesengroßes Fragezeichen – und im Hintergrund brodelt es. © Archivfoto: Ralf Münch


Der Pegnitzer Bürgermeister Uwe Raab legt in diesem Zusammenhang großen Wert auf die Feststellung, dass das Gregorifest in seiner normalen Form geplant sei: "Die Änderung betrifft lediglich den Fall, dass eine Durchführung aufgrund schlechten Wetters am Schlossberg nicht möglich ist." Man wolle verhindern, dass die Eltern sich an zwei Tagen frei nehmen müssten.

Die Stadt habe nach einer Lösung gesucht, die den Eltern entgegen komme und gleichzeitig die Tradition bewahre: Gregori soll an einem Dienstag im Juni stattfinden. Die Regelung mit der Regenvariante sei ein Kompromiss, der allen entgegenkommen solle, aber niemanden völlig zufriedenstellen könne, erklärt Uwe Raab.

Am wichtigsten sei es, so Raab, dass die Kinder in jedem Fall dazu kämen, ihre Tänze aufzuführen. Das sei mit dieser Regelung gegeben, ebenso wie Planungssicherheit für die Eltern.

Unklarheit und Verwunderung herrscht bei den Beteiligten aber nach wie vor über die Informationspolitik der Stadt. Wirtin Foteini Batzaka, die am Schlossberg die Bewirtung übernimmt, findet es schade, dass sie erst im Zuge von Recherchen der Redaktion Pegnitz von den neuen Plänen erfahren hat. "Ich verlasse mich ja darauf, dass ich an Gregori meinen Biergarten bewirten kann", meint Batzaka hörbar konsterniert.

Gregori sei für sie seinerzeit sogar einer der zentralen Gründe gewesen, den Biergarten am Schlossberg zu übernehmen. Gerade in Verbindung mit dem Eislaufverein Pegnitz (EVP) mache sie das gleichwohl gerne. "Da geht es ja nicht nur um mich, ich bin ja auch froh, wenn ich den Verein unterstützen kann." Sollte es regnen, fällt der Termin für die Wirtin im wahrsten Sinn des Wortes ins Wasser: In der Halle wird es keine Bewirtung geben, weil es sich da um eine reine Schulveranstaltung handelt.

Auch beim EVP sind die Beteiligten irritiert, wie Sabine Deinzer sagt: "Ich habe aus Facebook von der Änderung erfahren. Es ist nicht in Ordnung, wenn Beteiligte nicht Bescheid kriegen." Deinzer ist beim EVP für das Event zuständig. Noch am 17. April habe man eine Mail von der Stadt erhalten, in welcher der Verein um seine erneute Mithilfe beim Fest gebeten wurde – eine Planänderung sei in der Mail nicht erwähnt worden. Nun stehe man vor logistischen Herausforderungen: Lebensmittel müssten bestellt und gelagert
werden.

Wie der EVP das handhaben wird, sei noch unklar, wie Deinzer sagt: "Ich kann ja nicht erst am Dienstagmorgen losgehen und einkaufen."

Sportverein rechnete mit Einnahmen

Kassier Andreas Färber äußert sich ähnlich: "Wir haben das erst am Donnerstagabend von Frau Batzaka erfahren." Auch der Sportverein habe mit den Einnahmen des Gregorifestes gerechnet.

Die Wirtin Batzaka nehme das Geld ein und gebe dem Verein dann seinen Anteil als zweckgebundene Spende. Da der Arbeitseinsatz von den Eltern der Jugendspieler geleistet wird, geht das Geld also in die Jugendarbeit des Vereins, wie Färber sagt: "Das Geld ist für den Nachwuchs gedacht – Instandhaltung der Geräte, Schlittschuhe und so weiter." Dieses Geld könnte den Ice Dogs jetzt fehlen.

Bürgermeister Raab widerspricht der Darstellung, die Beteiligten seien nicht informiert worden. Die Wirtin sei ausdrücklich über den Termin (4. Juni) in Kenntnis gesetzt worden. Außerdem sei die Planung im Veranstaltungskalender einsehbar und mündlich kommuniziert worden.

Die Ersatzveranstaltung in der Christian-Sammet-Halle sei für die Wirtin nicht relevant und sei daher auch nicht mitgeteilt worden. 

JULIAN SEIFERTH

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