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Realschule Pegnitz: Weitere Klassen in Quarantäne geschickt

In der Realschule fallen immer mehr Unterrichtsstunden aufgrund von Corona aus - 18.11.2020 17:05 Uhr

Christoph Kasseckert, Leiter der Pegnitzer Realschule, hat im Moment eine Menge zu organisieren.

18.11.2020 © Archiv/Ralf Münch


Zwei weitere Schulklassen der Realschule in Pegnitz wurden in Quarantäne geschickt, bestätigt Schulleiter Christoph Kasseckert auf Nachfrage der Redaktion. Per E-Mail wurden die Eltern über die Vorsichtsmaßnahme informiert, da ein weiterer Schüler positiv getestet wurde.

Gemeinsam Unterricht

Die nun verhängte Quarantäne betreffe alle, die über einen längeren Zeitraum direkten Kontakt hatten. "Da diese dritte Klasse zusammen mit einer weiteren gemeinsam evangelischen Religions- und Sportunterricht besuchte, musste diese Klasse auch in Quarantäne", teilt Pressesprecherin Karen Görner-Gütling vom Bayreuther Landratsamt mit. 

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Neben den Schülern und Lehrern, die bereits seit Dienstag zu Hause bleiben müssen, kommen nun auch zehn weitere Lehrkräfte hinzu. Insgesamt betreffe die Maßnahme damit 20 Lehrende und drei Schulklassen mit jeweils 30 Schülern. Bis einschließlich 27. November sollen die Betroffenen in Quarantäne bleiben. "Das werden jetzt über 300 Unterrichtsstunden in der Woche sein, die vertreten werden müssen", erklärte Kasseckert.

Unabhängig passiert

Auf die Frage, ob die beiden Fälle miteinander in Verbindung stehen, antwortete der Schulleiter: "Das ist unabhängig voneinander passiert und blanker Zufall." Für Kasseckert kam die Nachricht nicht überraschend, da der Freistaat bei Erkältungssymptomen einen Corona-Test fordere. Gerade jetzt im Herbst würden sich mehr Menschen testen lassen. 

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Die Frage war "wann"

Aktuell arbeite er an einem Konzept, wie der Unterricht weitergeführt wird und erstelle einen Vertretungsplan. "Wir sind gut vorbereitet und haben uns schon zu Jahresbeginn Gedanken gemacht", sagt Kasseckert zu der Situation, dass innerhalb von 24 Stunden zwei Fälle an der Realschule bekannt wurden. "Es war nie die Frage, ob wir einen positiven Fall haben werden, sondern wann. Das werden auch nicht die einzigen beiden Fälle bleiben. Man muss immer damit rechnen. Das haben wir das ganze Schuljahr schon."

Jetzt online

Am schulfreien Buß- und Bettag hatten er und die Lehrer nun Zeit, die Materialien der jeweiligen Fächer in das System einzustellen. Der Unterricht finde weiterhin online statt. "Es werden sich jetzt alle testen lassen. Leider ändert ein negatives Testergebnis nichts an der Quarantäne-Zeit. Zwei Wochen müssen alle nun in Quarantäne bleiben. Inzwischen sind wir bei 38 Prozent Ausfall des eigentlichen Lehrerkollegiums."

MARTIN BURGER

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