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Regens Wagner plant WG am Arzberg

Mit der siebten Außenstelle verbindet sich viel Planung - 21.09.2020 12:55 Uhr

Vor gut zwei Jahren, im Juni 2018, hat Regens Wagner Michelfeld seine neue Außenstelle in Königstein mit einem bunten Fest eröffnet und eingeweiht.

20.09.2020 © Foto: Archiv/Gisela Leinberger


"Aufgrund diverser gesetzlicher Vorgaben und der Beteiligung von vielen Behörden sowie in Klärung der Refinanzierung sind neue Projekte nur langfristig mit oft vielen Jahren Vorlauf anzudenken", sagt Gesamtleiter Peter Miltenberger auf Anfrage der NN-Redaktion.

Regens Wagner Michelfeld bietet laut Miltenberger Angebote für Menschen mit Behinderungen und Angehörige in Arbeit, Beschäftigung, Wohnen und Pflege. "Die Angebote sind stationär oder ambulant und schließen unter anderem auch Beratung und Freizeitangebote ein", erläutert er. An den derzeit sechs verschiedenen Außenstellen seien die Angebote somit sehr unterschiedlich. "So begleiten wir den Lebensbedarf von Menschen mit Behinderungen möglichst individuell und orientieren uns nach deren Bedürfnissen."

262 Wohnplätze

Regens Wagner Michelfeld bietet derzeit in der Oberpfalz, in Oberfranken (Außenstelle Pegnitz) und Mittelfranken (Außenstelle Neuhaus) 262 Wohnplätze an. Hinzu kommen die geplanten zwölf Plätze in Pegnitz am Arzberg. Michelfeld ist laut Miltenberger seit der Gründung durch Johann Evangelist Wagner im Jahr 1885 nach wie vor der größte Standort. Dort gebe es differenzierte Angebote für Menschen mit geistigen oder seelischen Behinderungen sowie für Autisten.

Über alle Standorte und Tätigkeitsbereiche beschäftigt Regens Wagner derzeit rund 550 Mitarbeitende in Voll- und Teilzeit, wobei sich diese Personen nicht linear auf die Wohnplätze zuteilen lassen. "Gerade am Standort Michelfeld gibt es diverse Arbeits-, Förder- und weitere tagesstrukturierende Angebote wie die Michelfelder Werkstätten, Förderstätte, Tagesstrukur für Senioren nach dem Erwerbsleben bis hin zu Landwirtschaft und Garten", macht der Gesamtleiter deutlich. Die Bewohner aus Neuhaus und Pegnitz arbeiten werktags ebenfalls in den Michelfelder Werkstätten.

In Pegnitz wohnen im Haus Martin an der Hauptstraße 14 Personen, in Neuhaus im Haus Kilian 19 Personen. Königstein bietet im Haus Rosenau 24 Wohnplätze, unter anderem für Menschen mit herausforderndem Verhalten, mit richterlichem Unterbringungsbeschluss in beschützenden Gruppen bei hohem Personalbedarf, fügt Miltenberger hinzu. In Eschenbach im Haus Clara befindet sich die Seniorenpflege mit 30 Wohnplätzen.

"Ambulante Angebote bieten wir mit den Offenen Hilfen in den Landkreisen Amberg-Sulzbach (Standort Sulzbach-Rosenberg) und Bayreuth (Standort Pegnitz), mit Tätigkeiten in der Schulbegleitung, Familienunterstützende Dienste, Ambulant Betreutes Wohnen, Freizeitprogrammen und Beratung", zählt der Leiter weiter auf.

In Eschenbach in Miete

In Miete befindet sich Regens Wagner mit dem Haus Clara in Eschenbach. Dort wird die oberste Etage des ehemaligen Krankenhauses genutzt. "Hier wurde aufgrund der bevorstehenden Klostersanierung bereits für unsere Senioren, die zuvor im zweiten Obergeschoss des Klostergebäudes lebten, eine neue Heimat abseits einer zehnjährigen Baubelastung geschaffen", erklärt Miltenberger die vorausschauende Planung.

Jedoch diene das obere Stockwerk im Michelfelder Klostergebäude bereits wieder als Provisorium für eine andere Wohngruppe, da es auch im landwirtschaftlichen Gebäude in Michelfeld ein Bauprojekt für zehn neue Wohnplätze gibt. Miltenberger: "Diese Beispiele zeigen, dass es bei der hohen Anzahl an Menschen und Gebäuden immer wieder Veränderungen in den Wohnsituationen, unter anderem wegen Sanierungen der Bestandsgebäude, gibt."

Auf die Frage der Redaktion, ob es nach dem neuesten Projekt in Pegnitz weitere Pläne für Außenstellen geben wird, sagt Peter Miltenberger: "Im inklusiven Gedanken und dem Wunsch nach zeitgemäßen Wohn- und Lebensformen wird es unter anderem in Verlagerung aus alten, nicht mehr zeitgemäßen Bestandsimmobilien in Michelfeld weitere dezentrale, gemeindenahe Wohn- und tagesstrukturierende Angebote geben, für die wir auch schon mit Gemeinden und Behörden im Gespräch sind."

MICHAEL GRÜNER

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