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Regentschaft von Uwe Raab dauerte etwas länger

Der Pegnitzer Bürgermeister Uwe Raab und sein Kollege Martin Dannhäußer aus Creußen sind seit 2012 im Amt. - 19.02.2020 18:01 Uhr

Uwe Raab geht auch in diesem Jahr wieder als Bürgermeisterkandidat an den Stadt © Reinl


In Pegnitz – wie auch in Creußen – hatte der Bürgermeister ausnahmsweise eine "Regierungszeit" von siebeneinhalb Jahren. Um aber den Wahltermin mit den regulären Kommunalwahlen wieder in Einklang zu bringen, wurde die Amtszeit bis 2020 quasi verlängert.

Die Zahl der Stadtratslisten hat sich in Pegnitz seit der vergangenen Wahl 2014 nicht geändert, wohl aber die Zusammensetzung. Die Junge Liste ist – wie berichtet – nicht mehr angetreten, dafür gibt es zusätzlich zur Stadtratsliste der FWG auch eine Liste der Freien Wähler.

Vier Bürgermeisterkandidaten gingen im September 2012 an den Start. Zwei der Bewerber von damals haben ihren Hut erneut in den Ring geworfen. Amtsinhaber Uwe Raab von der SPD und Thomas Schmidt von der FWG. Schmidt holte damals knapp 22 Prozent der Stimmen. Johannes Hofmann von den Grünen war mit 2,73 Prozent weit abgeschlagen. Die meisten Stimmen sammelte damals Wolfgang Hempfling von der CSU mit 40,36 Prozent, Uwe Raab erhielt 35 Prozent und zog mit Hempfling in die Stichwahl ein. Raab erhielt dann zwei Wochen später 53,48 Prozent, Hempfling 46,52. "Ein Traum, ich bin sprachlos und gerührt", rief Raab damals spontan, als er die Wahlzentrale im Bürgerzentrum betrat. Die Wahlbeteiligung lag beim zweiten Urnengang bei 65,58 Prozent.

Creußen: Die CSU will es wieder wissen und fordert mit Stadträtin und Industriefachwirtin Petra Preißinger Amtsinhaber Martin Dannhäußer von den Freien Wählern heraus. Dannhäußer hatte im November 2012 mit sage und schreibe 43 Stimmen Unterschied gegen den damaligen Amtsinhaber Harald Mild von der CSU gewonnen. In Prozent ausgedrückt waren es 50,91 für Dannhäußer und 49,09 für Mild. "Ich kann das nicht nachvollziehen", sagte der CSU-Mann damals, dem die Enttäuschung über die Niederlage ins Gesicht geschrieben stand.

Um die 16 Plätze im Stadtrat bewerben sich am 15. März Bewerber auf insgesamt sechs Listen. Die CSU, die Grünen, die SPD, die ÜWG-FW, die Creußener Liste und die Lindenhardter Umweltliste werden Kandidaten ins Rennen schicken.

Schnabelwaid: Hatte der CSU-Mann Hans-Walter-Hofmann vor sechs Jahren mit Rüdiger Goller von der SPD noch einen Herausforderer, so ist Hofmann am 15. März der einzige Bewerber auf der Vorschlagsliste zur Bürgermeisterwahl. Damit ist für ihn nicht die Frage, ob er wieder Bürgermeister wird, sondern allenfalls die, wieviele Stimmen er erhalten wird.

Vor sechs Jahren waren es 57,12 Prozent, sein Herausforderer Goller kam auf 42,88 Prozent. Der SPD-Mann machte schon vor dem Urnengang deutlich, dass er sich komplett aus der Kommunalpolitik zurückziehen werde, sollte er Hofmann unterlegen sein. Hofmann selbst war mit seinen gut 57 Prozent nicht zufrieden gewesen. "Eigentlich hätte ich mir ein deutlicheres Ergebnis gewünscht", sagte er seinerzeit bei der Wahlparty.

Aus den drei Listen des Jahres 2014 sind jetzt nur noch zwei übrig geblieben. Für einen Sitz im Gemeinderat, der auf acht Plätze verkleinert worden ist, bewerben sich nur noch Kandidaten von der CSU und der FWG. Die SPD hat keine Liste mehr aufgestellt.

MICHAEL GRÜNER

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