Freitag, 22.11.2019

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Reizvoll für jeden Bewegungstyp

Beim Gebirgslauf Neideck 1000 kam die neue Disziplin Power-Hike gut an. Auch die Betzensteinerin Lisa Wirth war gut dabei. - 16.10.2019 18:11 Uhr

Die Power Hiker hatten maximal fünf Stunden Zeit, um die 22 Kilometer und 1000 Höhenmeter zu bewältigen. Mancher startete in Begleitung eines Hundes. © Foto: Annika Falk-Claußen


Muggendorf. Trotz der warmen Temperaturen und des teilweise sehr rutschigen Bodens wurde beim Muggendorfer Gebirgslauf "Neideck 1000" erneut die Bestmarke im Halbmarathon unterboten. Alexander Rosner (RCR Schnaittenbach) erreichte das Ziel nach 22 Kilometern und 1000 Höhenmetern in sagenhaften 1:43:40 Stunden. Hinter ihm kamen Johannes Haueis (Crazy Runners Team Frankenwald) in 1:44:49 und Felix Pfuhlmann (SG Eltmann) in 1:51:09 ins Ziel.

Lisa Wirth ist das zweite Mal gestartet und hat ihren Titel vom vergangenen Jahr prompt verteidigt – nach 2:02 Stunden überquerte sie die Brücke über die Wiesent unterhalb der Grundschule. "Meine Zeit konnte ich nicht verbessern, da ich vergangenes Jahr durch die Teilnahme an der Berglauf-WM besser im Training war", so die Ebermannstädterin, die Mitglied in der deutschen Berglauf-Nationalmannschaft ist. Die WM in Argentinien in wenigen Wochen findet dennoch ohne die Fränkin statt, da der Verband für ihre Disziplin Kurzstrecke keine Läuferinnen gemeldet hat. Dafür geht Ex-Biathlon-Profi Laura Dahlmeier auf der Langstrecke ins Rennen. Lisa Wirth ist derweil begeistert von "Neideck 1000", ihrem persönlichen Saison-Abschluss. "Die Strecke ist super, da sie viele verschiedene Hotspots in einem einzigen Lauf bietet. Man muss nicht immer weit fahren für einen tollen Wettkampf." Hinter ihr kamen Anke Friedl (SC Kemmern) nach 2:11:05 Stunden und Sandra Spörl (Crazy Runners Frankenwald) ins Ziel. Zuvor waren bereits rund 45 Power-Hiker auf die Halbmarathon-Runde zwischen Muggendorf, dem Adlerstein, Engelhardsberg, der Riesenburg, Streitberg und der Ruine Neideck gegangen

Die sportlichen Wanderer hatten maximal fünf Stunden Zeit, um die anspruchsvolle Strecke zu meistern. Beim "härtesten Trailrun Bayerns nördlich der Alpen", wie ihn Organisator Robert Stein gerne bezeichnet, waren tierische Begleiter zugelassen. Für Hunde wurden extra Wassernäpfe an den Versorgungsstationen geboten – nur ein kleiner Baustein einer rundum sehr gut organisierten Veranstaltung. Ein Dutzend Streckenposten sorgten für die Betreuung unterwegs. Verlaufen war dank durchdachter Ausschilderung quasi unmöglich. Auch auf Nachhaltigkeit wurde geachtet, so wurden die Läufer gebeten, auf Pappbecher zu verzichten, stattdessen wurden Flaschen und Faltbecher mit Wasser befüllt. Als Präsent für die Finisher wurden Holzmedaillen verteilt, die sich auch als Deckel für den Bierkrug oder die Siegertasse gebrauchen lässt.

Robert Stein freute sich über die "gigantische Teilnehmerzahl" – die maximale Zahl von 300 war schon frühzeitig erreicht – und über das "hochkarätige Spitzenfeld". Bei der vierten Auflage waren viele Wiederholungstäter, aber auch Neulinge dabei. Besonders begeisterte Robert Stein, dass der Power Hike gut angenommen worden sei. Im vergangenen Jahr gingen in dieser Disziplin nur eine Hand voll Wanderer an den Start, nun konnte die Nachfrage beinahe verzehnfacht werden. "Die Übergänge zwischen Power Hikern und Trailrunnern sind fließend, jeder kann sich selbst einordnen", sagt Stein, der auf weiterhin ansteigenden Zuspruch hofft. Premiere feierte außerdem der Trailrunning-Cup, eine dreiteilige Wettkampfserie für Nordbayern, die nach dem Pfreimdtaltrail (Oberpfalz) und dem Frankenwaldtrail in Muggendorf beendet wurde.

Gekrönt wurde der goldene Oktober-Tag von einem Heiratsantrag: Zum zehnten Jahrestag startete Sebastian Fahsold (Team Schamel) beim Trailrun und war so glücklich über seinen dritten Platz in der Altersklasse M30, dass er seiner schwangeren Freundin prompt einen Antrag machte. Sie hat "ja" gesagt.

 

 

ANNIKA FALK-CLAUSSEN

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