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Donnerstag, 04.06.2020

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Richard Pesold und Horst Luber kandidierten nicht mehr

Viele besondere Entscheidungen in Erinnerung - Abschied aus dem Marjtgemeinderat - 24.04.2020 09:50 Uhr

Richard Pesold von der CSU hört nach 24 Jahren auf. © Foto: privat


Beide haben sich ihr Ausscheiden gut überlegt. "Man wird ja nicht jünger und nach 24 Jahren sollte man von einem Amt auch loslassen können", argumentiert Richard Pesold. Für Horst Luber haben berufliche und vor allem private Gründe den Ausschlag gegeben. "Wir haben eine Landwirtschaft zu Hause und die Arbeit dort geht nie aus."

Horst Luber von der CSU war 18 Jahre im Gemeinderat. © Foto: privat


Das Ausscheiden aus dem politischen Ehrenamt fällt Luber auf der einen Seite schwer. Ihm habe die Arbeit sehr gefallen, Entscheidungen für Königstein zu treffen und auf den Weg zu bringen. Andererseits sollen nun andere ihre Meinung einbringen können und für Königstein entscheiden, so Luber.

Bei Richard Pesold stand schon länger fest, 2020 nicht mehr zu kandidieren. Man könne daher nicht sagen, dass ihm der Abschied schwer fällt. "Ich war gerne Kommunalpolitiker und hoffe, dass ich in der Marktgemeinde Königstein etwas mitbewegen konnte."

Die beiden Mitglieder der CSU-Fraktion hatten in ihrer Zeit im Gemeinderat auch zusätzliche Funktionen. Richard Pesold war zeitweise Jugendbeauftragter, Vertreter im Schulverband, im Bau- und Umweltausschuss sowie Vertreter in der VG Königstein-Hirschbach.

Horst Luber ist seit 2002 Jugendbeauftragter und im Rechnungsprüfungsausschuss tätig, seit 2014 auch dessen Vorsitzender. Die aufgewendete Zeit sei recht unterschiedlich gewesen. Pesold war durchschnittlich ein- bis zweimal pro Woche im politischen Ehrenamt unterwegs.

"In meiner letzten Amtszeit als Dritter Bürgermeister auch mal öfters." Auch Luber erinnert sich an Wochen mit weniger und Wochen mit mehr zeitlichem Aufwand. Im Durchschnitt seien es zwei bis drei Stunden pro Woche gewesen, manchmal auch bis zu 15 Stunden.

Beim Rückblick auf die vielen Jahre als Gemeinderat meint Richard Pesold: "Besondere Ereignisse und Entscheidungen gab es in den letzten 24 Jahren natürlich viele." Er nennt als Beispiele die Gründung der Marktwerke GmbH und die Rückführung der Schulden der Gemeinde. Städtebauliche Maßnahmen führten mitunter zu Diskussionen, erinnert er sich, doch er sei überzeugt, dass die Investitionen und Entscheidungen richtig und nötig waren, um die Marktgemeinde Königstein voranzubringen. Einige Projekte konnten auch nicht umgesetzt werden, so Pesold.

Dazu gehören der Einbau einer zentralen Entkalkungsanlage in die Wasserversorgung oder die interkommunale Zusammenarbeit mit der Gemeinde Hirschbach. "Ich bin der Auffassung, man muss auch Mehrheitsentscheidungen und andere Meinungen akzeptieren", sagt der Dritte Bürgermeister dazu. Horst Luber stellt das meist sehr gute Miteinander, auch mit den anderen Fraktionen, in den Vordergrund seines Rückblicks. "Wir haben für Königstein sehr viel gemeinsam entschieden."

Die zwei Männer haben keine Bedenken, dass es ihnen ohne Kommunalpolitik langweilig werden könnte. Er werde in der hofeigenen Land- und Forstwirtschaft sehr viel zu tun haben, sagt Horst Luber. Auch werde er künftig wieder mehr Zeit mit seiner Frau verbringen. Richard Pesold ist weiterhin in der Gemeinde engagiert, allerdings nicht im Marktrat, sondern als Chorleiter und Kirchenmusiker sowie als Mitglied in mehreren Vereinen.

Am heutigen Freitag, 24. April, werden die ausscheidenden Markträte im Saal des Gasthofes zur Post in der nächsten Sitzung des Gemeinderats verabschiedet. Beginn ist um 19.30 Uhr.

BRIGITTE GRÜNER

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