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Montag, 06.07.2020

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Sandski und Höhlenabenteuer: Das Amberg-Sulzbacher Land hat einiges zu bieten

Kenner des Amberg-Sulzbacher Landes verraten ihre schönsten Urlaubs- und Ausflugstipps, damit die Ferien zu Hause gelingen. - 02.06.2020 05:55 Uhr

Wandern und Staunen: Die Cäciliengrotte bei Hirschbach lädt zum Innehalten ein, ist aber auch eine eingehendere Besichtigung wert. Schließlich erstreckt sich die zweiräumige Hallenhöhle auf einer Länge von 40 Metern. © Foto: Stefan Gruber


Richard Reisinger: E-Bike-Runde "Bergfeste": "Ich persönlich bin gerne mit dem E-Bike unterwegs oder nehme mir Zeit für die Besichtigung eines unserer Kulturdenkmäler." Der Ausgangspunkt zu dieser E-Bike-Tour ist die Herzogstadt Sulzbach-Rosenberg. Von dort geht es auf dem Fünf-Flüsse-Radweg durchs Sulzbacher-Land. Auf gut markierter Strecke führt der Radweg bis nach Neukirchen, wo unterwegs immer wieder geheimnisvolle Grotten und Höhlen zu einer Besichtigung einladen. Wer etwas mehr Zeit mitbringt, dem sei ein Abstecher zu Burg und Schloss Neidstein empfohlen. Nun geht es in die entgegengesetzte Himmelsrichtung zurück über Hahnbach zum Frohnberg, wo eine deftige Brotzeit im Biergarten für die Mühen entlohnt. Den krönenden Abschluss bildet der Besuch der Wallfahrtskirche St. Anna auf dem Annaberg.

Für Pressesprecherin Christine Hollederer bedeutet Urlaub vom Alltagsstress abzuschalten und den Kopf frei zu bekommen. Dazu ist sie gerne aktiv in der Natur unterwegs, etwa am Monte Kaolino in Hirschau: 30 Millionen Tonnen Sand auf einem Haufen – das gibt es nur in Hirschau. Der Monte Kaolino ist einer der höchsten Sandberge Europas und bietet Fun und Gaudi für die ganze Familie. Ob Sie sich mit dem Coaster in nur zwei Minuten auf den 150 Meter hohen Quarzsandberg bringen lassen, um danach mit Tempo 40 ins Tal zu rauschen. Oder ob Sie auf der 200 Meter langen Abfahrt per Ski, BigFoot, Sandboader oder Zipflbob die Sandpiste hinunterfahren – am Monte Kaolino wird es nicht langweilig. Am Fuße des Berges kann Adventure-Golf gespielt werden und im Waldstück nebenan versteckt sich ein Hochseilgarten. Bad, Restaurant und Segway-Touren runden den Urlaubstag ab.

Die Hirschwaldrunde auf Fünf-Flüsse-Radweg & Co.: Etwas Kondition und Kraft in den Waden benötigen Sie für diese 69 Kilometer lange Radtour. Sie beginnt und endet in Amberg und umrundet auf weitgehend ebenen Strecken das große Forstgebiet des Hirschwaldes. Von der "heimlichen Hauptstadt der Oberpfalz" aus geht es gemütlich vilsabwärts auf dem Fünf-Flüsse-Radweg nach Schmidmühlen. Dort angekommen nehmen Sie den Lauterachtalradweg bis nach Kastl, wo sich ein Blick in die romanische Klosterburg lohnt. Genießen Sie die Fahrt durch das romantische Lauterachtal inmitten der "Bayerischen Toskana", ehe es auf dem Schweppermann-Radweg langsam wieder zum Ausgangspunkt retour geht. Zwischen Kastl und Ursensollen radeln Sie auf einer alten Bahntrasse, die über die "Hoibruck" führt. Die gesamte Rundstrecke verläuft meist auf gut befestigen Radwegen und asphaltierten Forst- und Wirtschaftswegen.

Tourismusfachwirtin Regina Wolfohr sagt: "Urlaub ist für mich Erholung, Abwechslung und Abenteuer. Das alles bietet unser Landkreis", zum Beispiel im Landschaftskino Ensdorf: Ein warmer Frühlingstag, ein paar aus recycelten Lärchenbrettern gefertigte Kinositze und fertig ist das Landschaftskino. 200 Stufen oberhalb von Ensdorf am Kalvarienberg, den Sie über die Steinerne Treppe erklimmen, braucht es weder Leinwand noch Filmrolle, um einzutauchen in eine Welt voller Wunder. Eine fantastische Perspektive präsentiert eine Oberpfälzer Region, die schon in der Altsteinzeit vor 12 000 Jahren besiedelt war. Staunend und in Echtzeit können Sie miterleben, wie sich das Schustertal mit seinen bunten Mosaiken aus Weiden, Wiesen und Wäldern unter Ihnen ergießt. Dazwischen ragt der Stephansturm über die Dächer von Ensdorf hinaus und begrüßt die weiß-blauen Wolken.

Höhlenwandern: Der Höhlenrundwanderweg Nr. 3 in Hirschbach ist ein Ganztags-Abenteuer, besser gesagt: ein Abenteuer-Spielplatz. Das Auto können Sie am Dorfplatz auf dem Wanderparkplatz abstellen, dann die Wanderschuhe anziehen und los geht’s. 34 Höhlen, kleine und größere, warten. Eine ausführliche Besichtigung wert ist die Cäciliengrotte, die Sie nach etwa einer halben Stunde Gehzeit erreichen. Es handelt sich um eine zweiräumige Hallenhöhle, die insgesamt 40 Meter lang ist. Das nächste Ungetüm, das sich auftut, ist der Prellstein. Er ist der Vorbote für den Höhenglücksteig, an dem sich viele Kletterer tummeln. Nach weiteren Wanderkilometern verlassen Sie kurz das Amberg-Sulzbacher Land und machen einen Abstecher in den Nachbarlandkreis Nürnberg. In Hegendorf wartet das Osterloch auf Entdecker. Der letzte imposante Eindruck dieser Tagestour ist der Anblick der Mittelbergwand. Das riesige Felsriff wird von Kletterern nur "Schlaraffenland" genannt.

Hubert Zaremba leitet im Landratsamt das Sachgebiet Marketing, Tourismus und Kultur und empfielt den Erzweg bei Auerbach: Der Erzweg ist Wandern und Geschichtsunterricht zugleich. Die Route verbindet Stätten im Landkreis, die eine über 1000-jährige Bergbautradition aufweisen. Immer wieder stoßen Sie auf eindrucksvolle Reste der einstigen Montangeschichte, die dieser Region zu Recht den Beinamen "Ruhrgebiet des Mittelalters" verliehen hat. Ein Glanzlicht dieses Weges ist die Etappe von Michelfeld nach Auerbach. Ausgezeichnet choreographiert dieser Abschnitt die lange Erztradition der früheren Hauptstadt des neuböhmischen Reichs. Ab Michelfeld geht es an Saaß vorbei ins Speckbachtal, wo das Felsländle als Rastplatz dient. Aus der Ferne ist bald der Förderturm der Grube Leonie zu sehen, die 1987 stillgelegt wurde. Folgt man der Markierung weiter, gelangen Sie zunächst zum alten Bergbaugelände, das einst zur größten Erzlagerstätte der Oberpfalz gehörte. Die Grubenfelder werden heute von Auerochsen beweidet. Von dort ist es dann nicht mehr weit in die Stadtmitte von Auerbach.

Info: Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.amberg-sulzbacher-land.de

nn

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