Dienstag, 13.04.2021

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Schlagkraft deutlich verbessert

Feuerwehren aus Stierberg und Eichenstruth erhielten neue Tragkraftspritzen - 14.06.2010

Die beiden Spritzen im Wert von 24 000 Euro wurden vor zahlreicher Prominenz an die Feuerwehr-Vorsitzenden Rudi Hoth und Horst Wittmann übergeben.

12.02.2011 © Volz


Es war ein regelrechter Auflauf an Feuerwehrprominenz, die der Stierberger und Eichenstruther Wehr die Ehre gab: KBI Adolf Mendel, KBM Werner Otto, viele Abordnungen der umliegenden Wehren meist mit Vereinsführung und Kommandanten und viele Feuerwehrler, ob nun in Uniform oder in Zivil. Alle freuten sich mit den beiden Wehren, dass sie vermutlich als Letzte doch noch zu neuem Gerät kamen, denn staatliche Zuschüsse werden nur noch in Ausnahmefällen gewährt.

Vorsitzender Rudi Hoth freute sich über den zahlreichen Besuch, erzählte von dem »Drama« des alten Geräts, das »manchmal ansprang, manchmal nicht«. Man habe 700 Euro für eine Reparatur ausgegeben, allerdings erfolglos und man sei wegen der defekten Spritze sogar im Plecher Faschingsumzug aufs Korn genommen worden. Dank sagte er der Stadt für die Investition und den BMW-Motor mit 1200 ccm werde man pfleglich behandeln, aber »nicht zum Motorrad umbauen«, meinte er scherzhaft.

Claus Meyer meinte: »Wir mussten in der Vergangenheit viel stemmen, denn acht Wehren gibt es in der Stadt.« Man habe die Renovierung der Feuerwehrhäuser unterstützt, denn die viele Eigenleistung, die hierbei von den Wehren geleistet wurde, nötige der Stadt allen Respekt ab. Die Betzensteiner Wehr werde ihre Eigenleistung beim Bau des Betzensteiner Gerätehauses erbringen.

Künftig genaue Prüfung

Weitere Wünsche der Wehren werde man künftig genau prüfen müssen, aber man brauche die Wehren. Dies habe sich gezeigt, als das Dach der Turnhalle wegen großer Gefahren vom vielen Schnee befreit werden musste, oder beim Hochwasser an der Kläranlage in Plech. Ein Anruf habe genügt und die Wehren wären voll im Einsatz gewesen.

Dafür sei die Stadt dankbar, aber Wiederbeschaffungen von Fahrzeugen schloss der Bürgermeister aus und bat darum, Fahrzeuge und Ausrüstung pfleglichst zu behandeln. Hoffentlich, so Claus Meyer, würden die neuen Spritzen nur zu Übungszwecken gebraucht.

Glückwunsch gab es von Kreisbrandinspektor Adolf Mendel, denn die Stadt habe mit dem neuen Gerät einen wichtigen Schritt nach vorne gemacht. Er machte deutlich, dass diese Investition nicht in erster Linie den Feuerwehren zugute kommt, sondern der Bevölkerung für »vorbeugenden Brandschutz«.

Froh war Mendel, dass es nochmals einen Zuschuss von 7000 Euro gab. Den Kommandanten rief er zu, sie sollten nun möglichst rasch Maschinisten ausbilden.

Lange mussten die Besucher auf die Übergabe der neuen Tragkraftspritzen warten, aber die Feuerwehrführung war zuvor in Plech, um dort Leistungsabzeichen abzunehmen. Die Besucher störte dies wenig, denn die Stierberger Wehr hatte nicht nur ein breites Angebot an Getränken, sondern auch der Grill sorgte von Knöchla bis zum Rollbraten und Bratwürsten für Kulinarisches.

Viel Arbeit im Vorfeld gab es für die Wehr, denn eine große Scheune war zum »Festsaal« umfunktioniert worden. Für die Drei-Mann-Kapelle »Sayonaraz« hatte man sogar eine Bühne aufgebaut. Die Kapelle heizte im Lauf des Abends mächtig ein, erhielt viel Beifall, aber am meisten Arbeit hatten die Männer und Frauen am Grill und Ausschank.

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