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Schlammschlacht für guten Zweck

Mit Teilnahme am Münchner Muddy Angel Run unterstützen Pegnitzerinnen den Kampf gegen Brustkrebs - 28.05.2019 09:00 Uhr

Am Ende waren alle wieder sauber: Fitnesstrainerin Katharina Libor (re.) und sieben Frauen ihrer Laufgruppe haben beim „Muddy Angel Run“ in München teilgenommen und damit Organisationen unterstützt, die sich für den Kampf gegen Brustkrebs einsetzen. © Foto: privat


In den vergangenen Wochen hatten die Frauen schon eifrig trainiert (wir berichteten), nicht nur das Laufen selber, sondern auch Kondition und Kraft. Denn es ist ein etwas anderes Laufen, als sie es in Pegnitz in der Laufgruppe machen. Es geht über Hindernisse und durch Schlamm, die Schuhe und Kleidung werden nass, saugen sich im Laufe der Zeit immer mehr mit Wasser voll. "Die Kleidung wird dadurch schwerer, aber zum Glück war das Wetter ja gut und wir hatten nur leichte Sachen – T-Shirts und Leggings – an", erzählt Katharina Libor.

Die Stimmung bei dem Wettbewerb sei toll gewesen. "Man hat gemerkt, dass alle zusammen für ein gemeinsames Ziel gelaufen sind", sagt sie. Das Ziel war, dass ein Euro von jedem Teilnehmerticket an eine der Organisationen geflossen ist. "Man hat die Power gespürt, die da in jedem drinsteckte", sagt Katharina Libor. Insgesamt waren es an die 3000 Teilnehmerinnen, rund 300 sind pro Durchgang gestartet. Manche hätten T-Shirts mit aufgedruckten Namen von Personen, die schon mal mit Brustkrebs zu tun hatten, getragen. "Wir hatten Schleifen mit Namen von Betroffenen angesteckt", erklärt sie.

Sie sind immer in der Gruppe gelaufen und haben alle Hindernisse geschafft, berichtet Libor stolz. Da waren Wasserbecken und Reifenberge zum drüberlaufen, ein Wasserbecken mit einem Gitter, an dem sie sich entlanghangeln mussten. An einem Hindernis war ein Schwebebalken mit anschließender Rutsche, danach noch zwei Matschbecken, die durchschwommen werden mussten. Schließlich gab es ein Becken mit einem Netz, über das drüber geklettert werden musste und ein Schaumbecken, durch das es ging. "Danach waren wir dann wieder etwas sauber", sagt die Personaltrainerin lachend.

Es gab Gummischnüre zum Durchklettern sowie eine gerade und eine schräge Wand, die überwunden werden mussten. Hier haben sich die Frauen auch gegenseitig geholfen. "Zwei haben eine Räuberleiter gemacht und die anderen damit hinaufbugsiert", erzählt sie.

Am Schluss des Parcours kam dann noch eine Luftrolle in einem Becken, über die es hinüber ging. "Wir haben uns immer aneinander orientiert und sind schließlich Hand in Hand ins Ziel gelaufen", sagt Libor. Teilweise war viel Kraft nötig, mehr, als beim Laufen oder beim Body-Work-Out im Studio.

Das war vor allem an den Hindernissen so, an denen abgesprungen werden musste.

War es nun eher das Sportliche oder der Zweck, der hinter der Veranstaltung steckte, der den Reiz ausgemacht hat? "Es war eine Kombination aus allem", so die 26-Jährige. Klar, war es eine sportliche Herausforderung, sagt sie, aber man habe immer den eigentlichen Grund im Hinterkopf dabei gehabt.

Morgens um halb neun sind die acht Frauen mit dem Bus nach München gefahren, abends gegen 19 Uhr waren sie wieder zurück. Es war ein beeindruckendes Erlebnis und im nächsten Jahr wollen sie auf jeden Fall wieder dabei sein. Jetzt steht aber erst mal Ende Juni der Mainauen-Lauf in Bayreuth an.

FRAUKE ENGELBRECHT

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