Schock und tiefe Trauer über Tod von Roland Belz

25.2.2011, 09:28 Uhr
Ein Bild aus glücklicheren Tagen: Roland Belz zusammen mit seiner Frau Irmgard bei der Vorstellung einer Dokumentation über Schloss Frankenberg.

Ein Bild aus glücklicheren Tagen: Roland Belz zusammen mit seiner Frau Irmgard bei der Vorstellung einer Dokumentation über Schloss Frankenberg. © Richard Reinl

Anfangs von den Einheimischen mit vorsichtiger Distanz empfangen, hat Belz nach dem Kauf von Schloss Kühlenfels die Herzen im weiten Umkreis wie im Sturm erobert. Er hat nicht nur die Anlage zu einem Schmuckstück ausgebaut, er hat vielmehr auch die Bevölkerung einbezogen und vielen Einheimischen Arbeitsplätze geboten.

Möglich gemacht hat dies der über Jahrzehnte hart erkämpfte Erfolg seiner Idee, Plastikabfall zu recyclen. Als er seine bundesweit anerkannte Firma BellandVision 2008 an den Konzern Sita verkauft hat, hat er mit dem Erlös nicht etwa sein Leben genossen, sondern Schloss Frankenberg im Steigerwald erworben, um es mit Hilfe seiner Frau Irmgard mit Millionenaufwand nach aller Kunst des Denkmalschutzes in ein touristisches und gastronomisches Juwel zu verwandeln.

Die Vollendung dieses ehrgeizigen Werkes durfte er nicht mehr erleben. Dafür bleibt er vielen als großzügiger Sponsor in Erinnerung, der nicht nur kulturelle Einrichtungen wie den Theatersommer gefördert, sondern stets auch ein Herz für die Bedürftige bewiesen hat. Zusammen mit seiner Frau Irmgard hat er so alljährlich auch die Spendenaktion „Schmücken & Helfen“ der Nordbayerischen Nachrichten mit tausenden von Euro unterstützt.