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Schutz gegen Wölfe: Illafelder Landwirte fordern mehr Hilfe von der Politik

Treffen von Landwirten und Gehegebetreibern in Illafeld mit örtlichen Abgeordneten - 02.04.2021 13:55 Uhr

Wildtierhalter Hans Ertel aus Illafeld erzählt, wie er Anfang März 18 von drei Wölfen gerissene Tiere vorgefunden hat: Eingeladen hatte zu dem Ortstermin Landtagsabgeordnete Gudrun Brendel-Fischer (rechts).

31.03.2021 © Foto: Klaus Trenz


Weide- oder Gehegetiere vor Wolfsrissen umfassend zu schützen sei in vielen Fällen praktisch nicht machbar, so die Landwirte und man solle die Angst der Bevölkerung ernst nehmen und man fühle sich immer noch allein gelassen.

Unterstützt wurden die Landwirte in ihren Forderungen nach Regulierung der Wolfspopulation vom Vorsitzenden des Landesverbands landwirtschaftlicher Wildhalter, Max Weichenrieder. Man müsse darüber reden, "dass eine Entnahme möglich ist", sagte Brendel-Fischer. Man sei für Artenerhaltung, aber bei einer Zunahme der Wolfspopulation würde eine Grenze überschritten, die sich nicht mit der Landwirtschaft vertrage. "Wenn die Weidetierhaltung im Rückzug ist, dann haben wir dem Naturschutz einen Bärendienst erwiesen", so Mortler: "Der Druck muss erhöht werden", zudem gehe es nicht an, dass die Problematik "von einer Ebene auf die andere verschoben wird".

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Das Ergebnis der DNA-Untersuchung hat ergeben, so Ertel, dass es sich beim Überfall um mindestens drei Wölfe gehandelt habe, genauer gesagt, um einen Rüden und zwei seiner weiblichen Nachkommen.

tz

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