Ausstellung im Gesundheitszentrum

Schwarz-Weiße Historie trifft auf bunte Aquarelle

21.5.2022, 15:40 Uhr
Hobbymalerin Gertraud Weißmann aus Pegnitz (Mitte) zeigt im Treppenhaus des Gesundheitszentrums einen Teil ihrer Aquarelle. Viele Motive basieren auf den Abbildungen aus Büchern des Heimatforschers Peter Spätling (rechts).

© Foto: Klaus Trenz Hobbymalerin Gertraud Weißmann aus Pegnitz (Mitte) zeigt im Treppenhaus des Gesundheitszentrums einen Teil ihrer Aquarelle. Viele Motive basieren auf den Abbildungen aus Büchern des Heimatforschers Peter Spätling (rechts).

Inspiriert sei sie unter anderem vom Spät-Impressionisten Karl Walther vom Chiemsee und dem Aquarellmaler Ekkehardt Hofmann aus Franken. Als Input für ihre Arbeit haben ihr Pegnitzer Bildmaterial zur Verfügung gestellt, unter anderem Peter Spätling mit seinen drei Bänden "Pegnitz in alten Ansichten".

Bei der Vernissage erläuterte er den rund 20 Gästen einige der Motive von Weißmann und erzählte einige Geschichten darüber. Die Hobbymalerin selbst machte nicht viel Worte. Eine Vernissage und eine Ausstellung sei für sie noch etwas relativ Unbekanntes. Auch habe sie "recht spät mit der Malerei angefangen".

Ausstellungsmacher Martin Wiesend habe jedenfalls die Idee überzeugt, alte Ansichten "mit eigenen Farben nachzuempfinden". Vom alten Pegnitz habe er bis dato nur Schwarz-Weiß-Bilder im Kopf gehabt. Was sich durch Weißmanns Bilder nun geändert habe.

Karl Lothes, Kulturbeauftragter des Stadtrats, vertrat Bürgermeister Wolfgang Nierhoff und bescheinigte der Initiative "Treppenhauskunst", das Pegnitzer Kulturleben zu bereichern. Wiesend sei mit seinen Mitstreiterinnen Andrea Pfaucht und Susanne Töpfer in eine Nische in der städtischen Kulturwelt gestoßen. "Ihr bringt die bildende Kunst in Pegnitz zum Vorschein und das hat in den vergangenen Jahren gefehlt", sagte Lothes.

Gebürtig im Sudetenland verschlug es Weißmann als Heimatvertriebene 1946 mit ihren Eltern und ihrem Bruder über Büchenbach nach Pegnitz. Gemeinsam mit ihrem Mann ist sie im Ortsteil Nemschenreuth bis heute heimisch. Mit Pinsel- und Farbstift hat die gelernte technische Zeichnerin im Maschinenbau schon in frühen Jahren gerne mit Bauern- und Seidenmalerei experimentiert.

Ihre Passion für die Aquarellmalerei entdeckte die Pegnitzerin nach länger anhaltenden Krankenhausaufenthalten erst im Jahr 2009. Insbesondere der Pegnitzer Maler Horst Welzel habe ihr in seinen Kursen einiges Wertvolles mit auf ihren weiteren künstlerischen Weg gegeben.

INFO: Die Ausstellung ist werktags von 8 bis 18 Uhr in der "Treppenhauskunst"-Galerie im Gesundheitszentrum zu besichtigen.

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