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Sechs Bewerber bei den Neuhauser Genossen

Neuhauser SPD stellt Liste für den Gemeinderat auf, bringt aber keinen Bürgermeisterkandidaten. - 20.12.2019 08:55 Uhr

Die Kandidaten der SPD Neuhaus sind (v.l.): Hans-Peter Wild, Norbert Linnert, Tanja Burgrainer, Daniel Sopora, Thomas Roßbacher, Ingrid Buchfelder, Stefan Umlauf, Helga Umlauf, Sabine Lohner, Eva Maria Holzheu, Florian Minarsch, Helga Opper-Linnert, Gregor Nierling, Petra Müller und Peter Pflug. Es fehlen Erwin Fuchs, Susanne Heinlein und Benedikt Latt.

19.12.2019


Eine öffentliche Erklärung, warum diesmal auf einen eigenen Bewerber für das höchste Amt in der Marktgemeinde verzichtet wird, gab es nicht. Vorsitzender Norbert Linnert lobte die Liste der Genossen. Es sei eine sehr ausgewogene Mannschaft mit exakt 50 Prozent Frauenanteil. Auf jeden zweiten Platz wurde eine Frau gesetzt. Es gebe auf der Liste viele junge Leute, aber auch ältere Kandidaten mit Erfahrung in der Kommunalpolitik. Viele der Bewerber seien ehrenamtlich in der Marktgemeinde tätig. In Neuhaus ist es vorgesehen, doppelt so viele Kandidaten aufzustellen wie Sitze im Marktrat zu vergeben sind. Um auf die erforderliche Zahl von 28 zu kommen, wird die SPD die ersten zwölf Bewerber doppelt aufführen. Dies wurde ebenso einstimmig beschlossen wie die Wahl der beiden Ersatzkandidaten. Diese rücken auf den letzten Platz, falls ein gesetzter Bewerber ausfällt. Einmütig war die Versammlung gegen eine Listenverbindung. Beauftragte für die Liste sind Norbert Linnert und Peter Pflug.

Luft ist eng geworden

Versammlungsleiter Norbert Linnert ließ vor der Aufstellung der Liste die Arbeit des Gemeinderates in den vergangenen sechs Jahren Revue passieren. Wichtigste Aufgabe sei das Abarbeiten des Investitionsstaus aus den 80-er und 90-er Jahren gewesen. Inzwischen sei die Luft für den Markt wirtschaftlich und finanziell eng geworden. Viele Pflichtaufgaben wie die Modernisierung der Wasserversorgung und Kanalsanierungen haben dazu geführt, dass wenig innovative Vorschläge realisiert werden konnten. Für die Schule gebe es nun Pläne. Bauplätze wurden geschaffen in der Linsengrube, am Schlehenweg und bald in Mosenberg. Für ein weiteres größeres Grundstück im Zentrum von Neuhaus sei der Gemeinde das Vorkaufsrecht zugestanden worden. Als sinnvoll bezeichnete Linnert den Kauf des Bahnhofsgeländes. Er kündigte Anträge der "Roten" zu den Themen Verkehrs-Infrastruktur sowie Klima- und Energiemanagement an. Auch das Erarbeiten des Titels "Fair City" soll wieder angeregt werden. Am wichtigsten für die Zukunft sei es, rechtzeitig zu handeln, um einen Investitionsstau zu vermeiden.

Fraktionssprecher Peter Pflug vermied es bewusst, ein Ziel für die Kommunalwahl auszugeben. "Die Wähler entscheiden, wie viele Sitze wir bekommen." Er sei sich bewusst, dass die SPD eine "tolle Truppe" ins Rennen schickt. Alleinstellungsmerkmal der "Roten" seien das Ferienprogramm und das Angebot, einen Nikolaus zu buchen. Ein Preisschafkopf und eine Weihnachtsfeier für Senioren sollten überlegt werden. "Die SPD ist zwar ein kleiner Verein, aber vielfältig aktiv für Neuhaus", so Pflug. Im Blick habe die SPD auch den Bereich Industrie und Wirtschaft. Der Markt brauche Gewerbesteuerzahler. Eine Ansiedlung sei aber wegen der Nähe zum Wasserschutzgebiet nicht einfach. Tagespflege für Senioren sei ein weiteres wichtiges Thema, das angegangen werden sollte. Der Einfluss auf die Sanierung von Burg Veldenstein, die dem Freistaat gehört, gehe gleich Null. Es werde noch ein langer Prozess, bis die Sanierung abgeschlossen ist. Pflugs Wunsch für die kommenden Monate sei eine faire Auseinandersetzung vor der Kommunalwahl.

Die Kandidaten der SPD Neuhaus: 1. Peter Pflug, 59, Beamter; 2. Helga Umlauf, 61, Pharmazeutisch-technische Assistentin; 3. Norbert Linnert, 65, Angestellter i.R.; 4. Petra Müller, 55, Sekretärin; 5. Gregor Nierling, 31, Maschinenbautechniker; 6. Sabine Lohner, 53, Sachbearbeiterin; 7. Thomas Roßbacher, 30, Sachbearbeiter; 8. Susanne Heinlein, 52, Rechtspflegerin; 9. Daniel Sopora, 25, Zerspanungsmechaniker;

 

10. Tanja Burgrainer, 49, Eventassistentin; 11. Benedikt Latt, 29, Elektroniker; 12. Helga Opper-Linnert, 54, Chemielaborantin; 13. Stefan Umlauf, 33, Braumeister; 14. Ingrid Buchfelder, 59, Hausfrau; 15. Florian Minarsch, 39, Fachkraft Finanzen; 16. Eva Maria Holzheu, 36, Zahnmedizinische Assistentin. Ersatzkandidaten sind Erwin Fuchs, 63; und Hans-Peter Wild, 61, Mediengestalter i.R.

bg VON BRIGITTE GRÜNER

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