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Dienstag, 07.04.2020

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SEK soll im Troschenreuther Mundarttheater aufräumen

Das neueste Stück "Der Tag, an dem der Papst gekidnappt wurde" wird mit Unterstützung eines Filmteams verwirklicht. - 25.02.2020 13:55 Uhr

Regisseur Wolfgang Hempfling gibt Anweisungen für eine Szene. © Foto: Klaus Trenz


Peter Ludwig und Henry Groß sind das Filmteam "Dogdesignz". Sie haben alles im Kasten. Für das neue Stück des Mundarttheaters "Der Tag, an dem der Papst gekidnappt wurde."

Am Fischteich von Laiendarstellerin Kerstin Vogel hat das Einsatzkommando eigentlich nur mit ständig abbrechenden Gewehrläufen der Plastikmaschinengewehre zu kämpfen statt mit der Szene.

Regisseur zufrieden

Regisseur Wolfgang Hempfling, der mit dem Skript in der Hand versucht, Explosionsgeräusche nachzumachen, ist zufrieden. Das komplette Ergebnis wird er bald sehen können, wenn die beiden Videofilmer am Computer zu Hause die Szene mit ein paar Tricks noch merklich aufpeppen. Das Publikum kann den Kurzfilm das erste Mal bei der Premiere des Stücks von Joao Bethencourt am Samstag, 29. Februar, im Gasthof Zum Roten Ochsen sehen.

Dazu weitere Nachrichtensendungen, die in das Theaterstück eingestreut werden, um immer über die Geschehnisse rund um die Entführung auf dem Laufenden zu sein.

Macht das Troschenreuther Mundarttheater jetzt Actionfilme? Nein. Das resultiert aus der Experimentierfreude des Laienensembles, das sich erneut einer Komödie mit Tiefgang widmet.

Mit viel Witz und Humor. Man werde als Zuschauer in einen nervenaufreibenden Entführungsthriller geraten, erklärt Hempfling, brauche aber keine Angst haben, dass einem die Kugeln um die Ohren fliegen. Diese würden sich totlachen.

"Ich weiß nicht, warum wir so einen Unsinn machen, aber es macht Spaß", sagt Hempfling. Anders gesagt: "Wir gehen bei jedem Stück anders an die Sache ran." Dieses Mal mit viel Aktion und dem Dogdesignz-Filmteam.

Die Komödie in der Übersetzung Wolfgang Spiers stammt von 1972, als der Vietnamkrieg tobte, der Weltfrieden in Gefahr war. "Das Stück ist heute genauso aktuell, wie damals."

Es sei ein "Friedensstück", was man schon alleine an der Forderung des Entführers ablesen kann: Er will, dass für einen Tag weltweit kein Mensch getötet wird. Wie der Autor Bethencourt und das Troschenreuther Mundarttheater ein ernstes Thema in einer Komödie verarbeiten, kann man noch an weiteren neun Aufführungsterminen verfolgen. Der Schauplatz wurde nach Troschenreuth verlegt. Deshalb werde es auch "ein Tauziehen um den Frieden im ländlich oberpfälzisch-fränkischen Grenzgebiet".

Es sei ein Stück "für Frieden und gegen Gewalt, aber mit viel Humor", so Hempfling. Dafür werde, wie in vorherigen Stücken, viel Technik mit eingesetzt. Vielleicht gebe es noch die eine oder andere Überraschung. Insgesamt gesehen ist die Komödie von "einer anderen Machart", aber doch ganz Troschenreuther Mundarttheater.

Info: Premiere ist am Freitag, 29. Februar. Aufführungen im März: am 6., 7., 13., 20., 21., 27. und 28. März. Dazu noch am 3. und 12. April. Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr. Vor dem Stück kann man im Gasthof Essen vorbestellen. Karten im Vorverkauf gibt es bei Schreibwaren Wöckel-Löhr oder online unter www.mundarttheater.de

KLAUS TRENZ

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