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Freitag, 03.07.2020

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SG-Auerbach-Junioren in der Zwangspause bei Laune halten

Gespräch mit dem Nachwuchs-Chef Bernhard Schubert über Akzeptanz, Geduld und Planungssicherheit - 17.06.2020 08:55 Uhr

Die Mannschaften der SG Auerbach waren in der Winterpause auf guten Tabellenplätzen. Es wurde in der Vorrunde von den Spielern und Trainern sehr gut gearbeitet und alle Saisonziele erreicht. Die Teams hätten die Saison gerne zu Ende gespielt, um vielleicht noch bessere Plätze zu erzielen. © Foto: Archiv/Klaus Trenz


Die jungen Kicker aus Auerbach, Michelfeld und Umgebung der SG Auerbach haben nach rund drei Monaten Pause jetzt auf jeden Fall eine sportliche Perspektive. Am Montag, 8. Juni, hat der Bayerische Fußball-Verband ausführlich bekanntgegeben, dass die laufende, beziehungsweise aktuell ausgesetzte Saison 2019/20 bei den Junioren (männlich) abgebrochen wird. Die aufstiegsberechtigten Ligen werden mit der Quotientenregelung (Punkteschnitt) gewertet — der Erste und womögliche Relegationsplatzteilnehmer steigen auf, nur Tabellenletzte mit null Punkten steigen ab.

Die vier Großfeld-Teams der SG Auerbach belegten zum Jahresende (Abschluss der Herbstrunde 2019) gute Tabellenplätze: Zweiter (U19-Kreisliga), Sechster (U17-Kreisliga), Achter (U15-Kreisklasse) und Vierter (U13-Kreisklasse).

Ab September 2020 werden die Spielklassen auf Kreisebene maximal zehn Mannschaften umfassen. Die Einteilung wird spätestens am 29./30. Juni bekanntgegeben. Bei rechtzeitigem Start der Saison 2020/21 wird diese in zwei Spielzeiten (Herbst 2020 und Frühjahr 2021) eingeteilt. Es erfolgt jeweils ein Auf- und Abstieg. Muss die Spielzeit "Herbst" unterbrochen werden (zum Beispiel durch coronabedingte Quarantäne-Maßnahmen) und es besteht keine ausreichende Zeit für eine Spielzeit "Frühjahr", entfällt diese. Kann die Spielzeit "Herbst" nicht im Herbst beginnen (auch nicht ab Oktober), entfällt diese und es wird nur die Spielzeit "Frühjahr" gespielt. Die Gruppeneinteilung aus dem "Herbst" bleibt in diesem Fall unverändert und wird übernommen.

Bernhard Schubert ist Sportlicher Leiter der Fußball-Junioren bei der Spielgemeinschaft Auerbach. Gemeldet sind neun Mannschaften von den A- bis zu den G-Junioren von Kreisliga bis Kreisgruppe im Spielkreis Amberg/Weiden. Es gibt 178 Spieler, davon 78 im Großfeld- und 100 im Kleinfeldbereich. Die SG hat 33 Trainer und Betreuer. © Foto: Ralph Strobl


Für E- und F-Junioren werden, wie gewohnt, Kreisgruppen gebildet. Mit der Durchführung von so genannten "Minifußball-Festivals" für E-, F- und G-Junioren soll die Spielzeit jedes einzelnen Kindes deutlich erhöht, die Spielfreude wieder hergestellt und dadurch die Bindung zum Fußball nachhaltiger gestaltet werden. Wir sprachen mit Bernhard Schubert über die Bedingungen.

Herr Schubert, kann die SG Auerbach mit seinen neun Mannschaften (A- bis G-Junioren) und rund 175 aktiven Spielern mit dem Saisonabbruch 2019/20 leben, zumal die Frühjahrsrunde 2020 am 13. März (zum Zeitpunkt des corona-bedingten Fußball-Shutdown) ohnehin noch nicht losging?

Schubert: Zuerst muss ich sagen, dass ich die Entscheidung mit Saisonabbruch befürworte! Wir können damit leben. Unsere Mannschaften waren in der Winterpause auf guten Tabellenplätzen. Es wurde in der Vorrunde von den Spielern und Trainern sehr gut gearbeitet und alle Saisonziele erreicht. Klar hätten die Teams die Saison gerne zu Ende gespielt um vielleicht noch bessere Plätze zu erzielen. Gerade für die A-Jugend wäre noch Platz eins drin gewesen.

In diesem Jahr fanden noch keine Punktspiele statt. Befürchten Sie, dass aufgrund der monatelangen Pause einige Spieler, Trainer oder Betreuer bei der SG Auerbach aufhören und/oder hoffen sich auf Solidarität und Zusammenhalt in der unverschuldeten Corona-Krise – gemäß dem SG-Motto Gemeinsam sind wir stark?

Schubert: Dass die Saison im Jugendbereich abgebrochen wurde, ist in der Planungssicherheit sehr von Vorteil. Es kommt somit zu keinen Überschneidungen beziehungsweise unklaren Trainer- und Betreuersituationen. Die Saison endet ab sofort, die neue soll am 12. September starten, das heißt: Wir befinden uns dann wieder im normalen Rhythmus. Die Trainer und Betreuer für die Spielzeit 2020/21 stehen.

Zum Trainingsbetrieb: Am 11. Mai wurde in Bayern Kleingruppen-Training erlaubt. Seit Montag, 8. Juni, darf nun Outdoor-Gruppen-Training mit maximal 20 Personen stattfinden – ein "richtiges" Mannschaftstraining (mit Zweikämpfen) ist noch verboten und wird hoffentlich voraussichtlich Ende Juli (gemäß Stufenplan des Bayerischen Innenministeriums) freigegeben. Wie halten sich die Jungs an den jeweiligen SG-Standorten derzeit fit?

Schubert: Die Jungs halten sich aktuell mit individuellem Training fit, das jeder einzelne durchführen sollte. Dass es kein Mannschaftstraining oder strukturiertes Vereinstraining ersetzen kann, ist aber klar. Unser Ziel ist es, sobald es geht, wieder auf den Trainingsplatz zurückzukehren. Rein theoretisch wäre das schon möglich gewesen – wir haben uns aber trotzdem vorerst dagegen entschieden. Erstens weil wir nicht wussten, ob der Spielbetrieb überhaupt weitergeht. Zweitens weil wir von der BFV-Entscheidung doch etwas überrascht wurden. Drittens wir die Entwicklung im Sport abwarten wollten. Gesundheit ging hier klar vor Ehrgeiz! Ich denke, die Entscheidung war vernünftig. Die beiden Stammvereine haben uns in der Entscheidungsfindung vorbildlich unterstützt.

Ab Samstag, 12. September soll – sofern es die staatlichen Vorgaben erlauben – die neue Saison 2020/21 starten. Der ältere A-Junioren-Jahrgang 2001 der Saison 2019/20 rückt in den Herrenbereich hoch, die neue U19 besteht aus den Jahrgängen 2002 und 2003. Wieviele und welche Teams im einzelnen wird die SG Auerbach voraussichtlich für den neuen Spielbetrieb melden können?

Schubert: Hierzu kann ich noch keine genaue Aussage treffen. Geplant ist im Großfeld-Bereich: A-Jugend, B-Jugend, B2-Jugend oder C-Jugend und zwei D-Jugend-Mannschaften.

 

INTERVIEW: RALPH STROBL

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